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Golfprofi aus Pleidelsheim überzeugt bei den Porsche European Open in Hamburg und landet auf Platz sieben

Erfolgreiches Duo: Marcel Schneider (rechts) und sein Caddie und Bruder PascalFoto: privat
Erfolgreiches Duo: Marcel Schneider (rechts) und sein Caddie und Bruder Pascal Foto: privat

Hamburg. Ob’s der ganz große Durchbruch war? Dem Pleidelsheimer Profi-Golfer Marcel Schneider gelang bei den Porsche European Open in Hamburg einer der größten Erfolge seiner bisherigen Karriere. Vor allem aber bekam er mit Sicherheit die größte nationale und internationale Aufmerksamkeit. In einem absoluten Top-Feld belegte er als bester Deutscher einen sensationellen siebten Platz.

Deutschlands Elite-Golfer wie zum Beispiel Martin Kaymar oder Marcel Siem scheiterten beim renommierten Turnier in Hamburg auf dem schwierigen Porsche Nord Course des Green Eagle Golf Courses bereits am Cut, dem Sprung unter die besten 72 Golfer, und mussten somit ausscheiden. Im Gegensatz zu Marcel Schneider, der von Anfang an in der Spitzengruppe mitmischte – unter tatkräftiger Mithilfe seines Bruders Pascal, der die Aufgaben des Caddies übernommen hatte.

Der Pleidelsheimer Marcel Schneider (30) hat das Golfspielen beim Golf-Club Monrepos gelernt, für den er auch heute noch in der Deutschen Golf-Liga spielt. Zum Golf kam er mit neun Jahren bei einem Familienurlaub in Österreich. Nach ersten Anfängen auf dem Pleidelsheimer Fußballplatz trat er als Zehnjähriger dem Golfclub Monrepos in Ludwigsburg bei.

Seither verbesserte er sich kontinuierlich, wurde unter anderem im Jahr 2008 Deutscher Jugendmeister in der Altersklasse U18. Am Ende des Jahres 2012 war Marcel Schneider Sechster der Amateur-Weltrangliste, 2018 gelang ihm der Sprung in die Europäische Tour, in deren Rahmen er jetzt in Hamburg für Furore sorgte.

Nächster Sieg eines Engländers

Der Turniersieger wurde von Samstag bis Montag auf drei Runden auf dem schwierigen Par-72-Kurs in Hamburg ermittelt, für die Marcel Schneider 70, 73 und 70 Schläge benötigte. Der Pleidelsheimer spielte seine jeweils 7057 Meter langen Runden zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk und blieb am Ende fünf Schläge hinter dem Engländer Marcus Armitage, der mit einer sensationellen 65er-Schlussrunde dafür sorgte, dass zum vierten Mal in Serie ein Engländer die Porsche European Open gewann.

„Mein langes Spiel war sehr gut und ich habe auch wichtige Putts gelocht“, sagte Marcel Schneider im Fernseh-Interview, „es entwickelt sich alles in die richtige Richtung und ich bin optimistisch.“

Insgesamt war es für Schneider die dritte Top-Ten-Platzierung auf der European Tour, dieses Mal unter erschwerten Bedingungen. Denn obwohl Marcel Schneider fast in Sichtweite zum Golfplatz Monrepos sein Zuhause hat, musste er in den vergangenen Monaten zum Training corona-bedingt immer nach St. Leon-Rot fahren.

In Hamburg war es nicht nur die Platzierung des besten Deutschen, die für Aufsehen sorgte. Es war die Rückkehr der Golf-Weltklasse nach Deutschland und es war vor allem auch die Rückkehr der Zuschauer bei einem Event der European Tour in Europa. Aber es war vor allem auch ein Erfolg für den Golf Club Ludwigsburg-Monrepos und dessen Jugendarbeit.(red)