Logo

Markt und Musik zur Feier des Wahrzeichens

Drinnen Musik, draußen Markt: Der Förderverein Bartholomäuskirche organisiert am Wochenende im Tandem mit Kirchengemeinderat Armin Bässler ein großes Fest zum 750-jährigen Bestehen des Gotteshauses.

750 Jahre alt ist Markgröningens Wahrzeichen, die ehrwürdige Bartholomäuskirche. Archivfoto: Alfred Drossel
750 Jahre alt ist Markgröningens Wahrzeichen, die ehrwürdige Bartholomäuskirche. Archivfoto: Alfred Drossel

Markgröningen. „Das passt gut zu unserem Jahresmotto“, freut sich Stadtpfarrer Frank Dettinger darauf, mit dem zweitägigen Ereignis Präsenz zu zeigen. Dieses Motto heißt „mittendrin“ und ist nicht nur auf den Mittelpunkt der Altstadt gemünzt, sondern auch auf den Wunsch, Zentrum der ganzen Stadtgesellschaft zu sein. Über ein Dutzend Vereine beteiligen sich. Unter anderem die Landfrauen, der CVJM, der Förderverein Christliche Jugend- und Gemeindearbeit sowie der Obst-, Wein- und Gartenbauverein bewirten.

Das Programm startet am Samstag um 14 Uhr mit Glockengeläut und dem Gesang der Kindergartenkinder auf der frisch eingeweihten Freitreppe. Die frühere Stadtarchivarin Petra Schad führt durch die Kirche, die First Pipe and Drum Band umrahmt. Das Gitarrenensemble der Jugendmusikschule tritt auf, um 19 Uhr beginnt ein Benefizkonzert mit der Stadtkapelle und Chorona. Dettinger: „Diesen Namen gibt es schon viel länger als das Virus und steht für Chor ohne Namen.“

Im Festgottesdienst am Sonntag um 10 Uhr werden die Konfirmanden vorgestellt. Handharmonika-Club, Posaunenchor und der Barde Mike Janipka wechseln sich den Tag über ab. Es werden Märchen erzählt. Wieder werden Führungen angeboten. Dieses Mal von Designerin Roswitha Feil, die sich an der umfassenden Dokumentation zum 750-jährigen Bestehen der Kirche beteiligte, sowie vom früheren Stadtpfarrer Traugott Plieninger, der sich ein kniffliges Quiz zum Wahrzeichen der Stadt ausdachte. Eine Jubiläumsglocke winkt als Gewinn und zwei der Bücher. Eskann auch online gelöst werden.

Damit will der Vorsitzende des Fördervereins Erich Hofmann neue Mitglieder gewinnen. Das Ziel bis zum Ende des Jahres liegt bei 120. Aktuell sind es etwas mehr als 100. Dabei ist der Mitgliedsbeitrag mit 20 Euro im Jahr gering. Das sind nur fünf Cent am Tag, die dem Erhalt der Kirche dienen und dem Gemeindeleben Impulse geben. Mit den jährlichen Kirchplatz-Open-Airs zum Beispiel, Benefizkonzerten oder Führungen zum Tag des offenen Denkmals.

Seine Frau und Schatzmeisterin des Vereins, Anneliese Hofmann, sagt: „In den 16 Jahren unseres Bestehens haben wir 300000 Euro für Projekte gesammelt.“ Ein Drittel der Dachstuhlsanierung stamme aus dessen Kasse, die Renovierung der Zifferblätter der Kirchturmuhren wurde bezahlt. Die neue Wachturmglocke, deren Vorgängerin im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen worden war, wurde in Auftrag gegeben, die Kruzifixe und das Chorgestühl hergerichtet sowie drei Bücher finanziert. Von einem bunten Treiben in und um die Kirche träumt sie bereits seit 15 Jahren.

Abgerundet wird das Programm mit Bildern und Skulpturen des Kunstvereins in Kirche, Gemeindehaus und Pfarrgarten. Spinnen und Weben wird vorgeführt. Im Obergeschoss werden ein paar Verkaufsstände mit regionalem Kunsthandwerk und Produkten aufgeschlagen. „Musik und Markt“ wird nach dem Festakt mit Landebischof Juli nicht der letzte Höhepunkt des Jubiläumsjahres sein. Im September wird ein eigens geschriebenes Theaterstück aufgeführt, das die 750-jährige Kirchengeschichte Revue passieren lässt.

Autor: