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Mit dem Bus in neue Zeiten

Neue Busspur ist eröffnet–Zeitersparnis von bis zu zehn Minuten – Vorbereitungen für Radschnellweg

Die Busspur und ihre Macher: (v.l.) Ronald Stolz (Regierungspräsidium), Bürgermeister Karl-Heinz Balzer, Axel Meier (Landratsamt), Oberbürgermeister Dirk Schönberger und Kevin Groke ebenfalls vom Landratsamt .Foto: Andreas Becker
Die Busspur und ihre Macher: (v.l.) Ronald Stolz (Regierungspräsidium), Bürgermeister Karl-Heinz Balzer, Axel Meier (Landratsamt), Oberbürgermeister Dirk Schönberger und Kevin Groke ebenfalls vom Landratsamt . Foto: Andreas Becker

Remseck. Über die Ferien war der Aufstieg von Neckarrems nach Hegnach eine große Baustelle. Jetzt ist die Strecke wieder frei, allerdings mit einer geänderten Verkehrsführung. Bisher führten zwei Spuren bergauf und eine bergab. Jetzt sind es nur noch zwei Spuren in jede Richtung. Die dritte Spur ist inzwischen für den Bus reserviert – auf einer Länge von 600 Meter. „In einem Gutachten wurde festgestellt, dass die Laster mit einer Spur maximal 30 Sekunden länger den Berg hoch benötigen. Der Bus allerdings bis zu zehn Minuten einsparen kann. Das war unser ausschlaggebendes Argument“, sagt Axel Meier, beim Ludwigsburger Landratsamt zuständig für den Verkehr.

Seit drei Jahren ist die Stadt daran, den Aufstieg nach Hegnach zu sanieren. In diesen Sommerferien war es dann soweit. Für 500000 Euro wurde die komplette Strecke gerichtet und mit einer neuen Asphaltdecke gerichtet. Das wäre auch ohne die neue Aufteilung der Spuren notwendig gewesen. Für die Planung, die Signalisierung und die Schilder waren weitere 40000 Euro nötig.

„Die Zeiten, in welchen wir ausschließlich für eine autogerechte Stadt kämpften sind schon lange vorbei. Natürlich benötigen wir Straßen, aber es muss auch Spuren für den ÖPNV, also Busse und Straßenbahnen, sowie für Fahrradfahrer geben“, erklärte Oberbürgermeister Dirk Schönberger bei der Vorstellung der neuen Busspur.

Schon in der Vergangenheit hatte man festgestellt, dass der Direktbus von Ludwigsburg über Remseck nach Waiblingen zwar weniger Haltestellen anfährt, einen Großteil des Zeitgewinns allerdings wieder an der Strecke zwischen Remseck und Hegnach verliert, weil er hier wie alle andern Fahrzeuge im Stau steht.

Für die Stadt war schnell klar, dass dieses Problem mit den Straßenverhältnissen zwischen Remseck und Waiblingen zu tun hat. Und dabei spielt die Neckarbrücke eine zentrale Rolle. Hier staut sich, nicht nur in den Hauptverkehrszeiten, der Verkehr in beiden Richtungen. Und mittendrin steht der Linienbus.

Die Straßensanierung wurde vom Regierungspräsidium erledigt, den Rest übernahmen die Stadt Remseck und der Landkreis. Dieser hatte erst zu Beginn des Jahres beschlossen die Kommunen bei Projekten für die Verbesserung bei Bussen und Bahnen auch finanziell zu unterstützen. In Remseck wurde jetzt das erste Projekt auf die Beine gestellt.

Und ein weiteres Vorhaben für die Zukunft wird mit der neuen Busspur auf die Reihe gebracht: der geplante Radschnellweg von Waiblingen über Remseck nach Ludwigsburg. Nach der Machbarkeitsstudie soll das Projekt jetzt in die Planung gehen. Ob die Verbindung dann kommt, steht allerdings noch in den Sternen.

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