Logo

Streifzug

Nachhaltigkeit im Realitätstest

Filmfestival zeigt die Schönheit der Natur, thematisiert aber auch schonungslos deren Zerstörung durch den Menschen

Besucher auf dem Open-Air-Gelände, wo es Filme und einen Markt gibt. Festivalleiter Ralph Thoms (oben rechts) im Gespräch mit Claus Wollenschläger vom Central-Kino.Fotos: Andreas Becker
Besucher auf dem Open-Air-Gelände, wo es Filme und einen Markt gibt. Festivalleiter Ralph Thoms (oben rechts) im Gespräch mit Claus Wollenschläger vom Central-Kino. Foto: Andreas Becker
Besucher auf dem Open-Air-Gelände, wo es Filme und einen Markt gibt. Festivalleiter Ralph Thoms (oben rechts) im Gespräch mit Claus Wollenschläger vom Central-Kino.Fotos: Andreas Becker
Besucher auf dem Open-Air-Gelände, wo es Filme und einen Markt gibt. Festivalleiter Ralph Thoms (oben rechts) im Gespräch mit Claus Wollenschläger vom Central-Kino. Foto: Andreas Becker
Besucher auf dem Open-Air-Gelände, wo es Filme und einen Markt gibt. Festivalleiter Ralph Thoms (oben rechts) im Gespräch mit Claus Wollenschläger vom Central-Kino.Fotos: Andreas Becker
Besucher auf dem Open-Air-Gelände, wo es Filme und einen Markt gibt. Festivalleiter Ralph Thoms (oben rechts) im Gespräch mit Claus Wollenschläger vom Central-Kino. Foto: Andreas Becker

Ludwigsburg. Nachhaltigkeit ist ein abstrakter Begriff. Was er konkret bedeutet, kann beim Naturvision-Filmfestival erlebt werden. Auf dem Open-Air-Gelände hat Plastik keine Chance. Gegessen und getrunken wird aus richtigem Geschirr und der Ludwigsburger Unverpacktladen zeigte, wie es geht, auch ganz ohne Erzeugung von Plastikmüll zu leben. Die Stoffsäckchen, in die Müsli oder Nudeln abgefüllt werden, sind ebenso wie die Schraubgläser wiederverwendbar, es gibt inzwischen umweltfreundliche Zahnputztabletten und in Papier verpackte Cremes für die kleine Blechdose. Nur das abfüllen, was man auch benötigt, so die Botschaft. Gleich nebenan gibt es schicke Taschen aus Werbeplanen und Ökokleidung sowie Bio-Obst komplettieren das Angebot. Am gestrigen Freitag thematisierte das Open-Air das Bauen und Wohnen in der Zukunft mit Mikrohäusern und Öko-Wolkenkratzern.

Viele Filme, die es auch noch am Wochenende im Central-Filmtheater zu sehen gibt, zeigen die Schönheit der Natur, sie thematisieren aber auch den zerstörerischen Umgang des Menschen mit der Natur. So auch die für einen Preis nominierte ungarische Produktion „Plastic Cup" über Piraten der besonderen Art, die gestern zu sehen war.

Die Theiß (Tisza) ist mit fast 1000 Kilometern der längste Nebenfluss der Donau. Er drohte an Plastikabfällen regelrecht zu ersticken, bis die Piraten kamen und vor allem die achtlos weggeworfenen Flaschen sowie anderen dort lagernden Unrat sammelten, um daraus Boote zu bauen. Skurrile Konstruktionen, die ihren Zweck erfüllten und mit denen die Besitzer entspannt bei der Plastic-Cup-Regatta mitmachten. Die Mission der Piraten ist noch lange nicht beendet und soll ein Umdenken veranlassen. Der Fluss soll wieder zum Paradies für Menschen und Tiere werden, eine Naturvision eben.

Info: Das Festival bietet Samstag und Sonntag Filme nonstop im Central Kino (ab 11 Uhr) und auf dem Arsenalplatz (ab 12 Uhr) sowie einen Markt auf dem Arsenalplatz. Die Preisverleihung findet am Samstag um 19.30 Uhr im Central statt. Das Programm gibt es im Internet unter www.natur-vision.de.

Autor: