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Neue Coronafälle im Kleeblatt-Heim

Drei Personen haben sich sicher infiziert – Ab Montag werden alle Personen in dem Heim untersucht

Das Asperger Kleeblatt-Heim in der Markgröninger Straße. Foto: Holm Wolschendorf
Das Asperger Kleeblatt-Heim in der Markgröninger Straße. Foto: Holm Wolschendorf

Asperg. Weitere Coronafälle in einem Kleeblatt-Heim. In der Markgröninger Straße in Asperg werden drei Personen als infiziert gemeldet. Die Schnelltestuntersuchungen wurden durch die genaueren PCR-Tests bestätigt. Ein Bewohner weist ebenfalls Symptome auf. Er wartet noch auf seinen PCR-Test. Das Seniorenheim ist zumindest bis in die nächste Woche unter Quarantäne gestellt. Ab Montag werden dann nochmals alle Bewohner und alle Mitarbeiter in dem Kleeblatt-Heim auf Corona getestet. Wenn die Ergebnisse vorliegen, kann das Haus eventuell wieder geöffnet werden. Solange kommt niemand rein und niemand raus.

„Alle Maßnahmen sind mit der Stadtverwaltung und dem Ludwigsburger Gesundheitsamt abgestimmt und koordiniert. Bis alles geklärt ist, bleibt das Haus in Quarantäne“, sagt Kleeblatt-Geschäftsführer Stefan Ebert. Er weist darauf hin, dass wegen der hohen Fallzahlen es auch viele Coronaverdachtsfälle gebe. Glücklicherweise könnten diese Personen seit rund zwei Wochen mit den entsprechenden Schnelltest untersucht werden.

Auch Friseure oder Fußpfleger

Der Grund, warum erst ab Montag, alle Bewohner und Mitarbeiter mit PCR-Test untersucht werden könnten, sei schlicht die Verfügbarkeit dieser Tests, so Ebert. In dem Asperger Heim sind 32 Mitarbeiter beschäftigt und es versorgt 29 Bewohner. In dem Heim wird einmal die Woche auf Covid untersucht – per Schnelltest. Davon sind auch die externen Dienstleister, wie Friseur oder Fußpfleger, aber auch Ehrenamtliche, die regelmäßig ins Haus kommen, betroffen.

Die Besucher werden nicht getestet. Für die Bewohner sind täglich zwei Besuche erlaubt. Diese können jederzeit kommen und benötigen keine Voranmeldung, sie müssen lediglich ein entsprechendes Formular ausfüllen.

Der Grund für die beiden unterschiedlichen Tests: Die Schnelluntersuchungen sind nicht immer sicher. Daher wird bei einem positiven ersten Test ein sicherer PCR-Test nachgezogen. Die Ergebnisse können bis zu fünf Tagen dauern.

In Asperg gibt es aber noch ein Kleeblatt-Heim, gleich um die Ecke in der Schulstraße. „Beide Heime arbeiten weitgehend au-tark. Daher gibt es kaum Kontakte. Alles ist inzwischen unterbrochen. Die Mitarbeiter tun ihr Möglichstes. Sie leisten sehr gute Arbeit“, so Ebert.

In der aktuellen Situation sei der Vorfall noch recht gut zu handhaben. Schwierig werde es, wenn es viele infizierte Mitarbeiter gebe und die Bewohner in einem schlechten Allgemeinzustand seien. Im Oktober ist es in Freudental im dortigen Demenzkompetenzzentrum zu einen solchen Coronavorfall gekommen, bei dem 24 der 29 Bewohner infiziert wurden, ebenso wie sieben Mitarbeiter. Damals starben zehn Bewohner. Es sei sehr schwer, den Demenzkranken die Dringlichkeit zu vermitteln, so Ebert. Daher hofft er möglichst schnell auf einen wirksamen Impfstoff. „Das würde unsere Situation in den Pflegeheimen deutlich entspannen.“

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