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Neuer Belag, neue Beleuchtung

Sanierung des Kunstrasenplatzes in Möglingen abgeschlossen – Gemeinde wählt umweltfreundlichere Varianten

Der frisch sanierte Kunstrasenplatz direkt beim Möglinger Jugendhaus und der Hanfbachschule ist wieder einsatzfähig. Foto: Sportanlagenbau Jürgen Haas/p
Der frisch sanierte Kunstrasenplatz direkt beim Möglinger Jugendhaus und der Hanfbachschule ist wieder einsatzfähig. Foto: Sportanlagenbau Jürgen Haas/p

Möglingen. Schon lange haben die Möglinger Vereine geklagt, dass der Belag auf dem Sportplatz kaum noch Elastizität habe und Unebenheiten aufweise. Doch das ist nun Geschichte: Seit Anfang dieser Woche können sie wieder auf ihrem Kunstrasenplatz trainieren – und das gleichzeitig umweltfreundlicher. Denn der neue Belag kommt ohne schädliches Mikroplastik aus.

Der alte Platz war noch nach dem gängigen Konzept mit Gummi-Granulat, sogenanntem EPDM, aufgefüllt worden, das die Fasern aufrecht stehen lässt und so die Stabilität und Lebensdauer von Kunstrasen erhöhen sollte. Große Mengen an Kunststoff sind dafür aber notwendig, zudem muss das Granulat regelmäßig nachgefüllt werden. Der neue Belag, für den sich der Gemeinderat trotz höherer Anschaffungskosten entschieden hatte, besteht aus zwei verschiedenen Fasern, der nur noch mit Quarzsand gefüllt ist. „Ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz“, teilt die Gemeinde mit, die sich aber auch über den geringeren Aufwand und niedrigere Kosten im Unterhalt freut.

Sie hatte für die insgesamt gut 480000 Euro teure Sanierung eine Förderung durch das Sportstättenbauförderprogramm des Landes über knapp ein Fünftel bekommen. Zudem konnte sie mit Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes zur CO-Einsparung die ebenfalls sanierungsbedürftige Flutlichtanlage in LED-Technik umrüsten. Das sei wirtschaftlich, weil damit 50 Prozent des Kohlendioxids eingespart werden könne. Die Förderquote beträgt 25 Prozent für diesen Teil der Arbeiten, im Möglinger Fall bedeutete das 6100 Euro, bei Gesamtkosten von rund 50000 Euro.

Die Arbeiten wurden vom Gemeinderat nach Ausschreibung an die Firma Sportstättenbau + Service Stephan & Dietmar Bonasch GmbH vergeben. Das Los 2 zur Sanierung der Flutlichtanlage ging an die Flutlicht-Systeme-Beling (F-S-B) GmbH. Betreut wurde die Sanierung vom Ingenieurbüro Plankonzept, Büro für Sportanlagenbau Jürgen Haas. Mit der Beauftragung hatte die Gemeinde den richtigen Riecher bewiesen, denn die Arbeiten wurden fristgerecht und im Kostenrahmen abgeschlossen, heißt es in der Mitteilung abschließend. (red/jsw)