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Neuer Parkraum für das Elbe-Areal

Rund um den Bahnhof ist die Bietigheimer Wohnbau sehr aktiv. Das neueste Projekt ist das Elbe-Areal. Auch wird ein Gebiet entstehen, in dem Wohnen und Arbeiten möglich ist. Und wie das in solchen Gebieten oft passiert, es fehlt an Parkplätzen. Ein Parkhaus könnte helfen. Bis zum Frühjahr sollen die ersten Planungen fertig sein.

Das Elbe-Areal in Bietigheim: Die Backsteingebäude zur Straße hin sollen erhalten bleiben.Foto: Alfred Drossel
Das Elbe-Areal in Bietigheim: Die Backsteingebäude zur Straße hin sollen erhalten bleiben. Foto: Alfred Drossel

Bietigheim-Bissingen. Die Pläne der Bietigheimer Wohnbau, auf der Fläche der Firma Elbe ein neues Wohngebiet zu entwickeln, sind schon seit längerer Zeit bekannt. Doch inzwischen werden die Planungen immer konkreter. Ein Punkt sind die benötigten Stellplätze. Schon in der Vergangenheit klagten die Anwohner über Zugreisende, die ihre Fahrzeuge im Wohngebiet parkten, obwohl sie das nicht durften. So stehen immer weniger Parkplätze zur Verfügung.

Die städtische Tochter hat inzwischen das ehemalige Post-Areal gekauft und plant, an dieser Stelle ein Parkhaus mit bis zu 300 Stellplätzen zu errichten, schließlich müssen die Bewohner des Areals auch mit Parkplätzen versorgt werden. Das Gleiche gilt für das zukünftige Bogen-Viertel auf dem ehemaligen DLW-Gelände. Auch hier sollen Wohnen und Arbeit unter einen Hut kommen. Die Wohnbau hat für das ehemalige Postgelände mit rund 1300 Quadratmetern den Preis von 515000 Euro bezahlt. Jetzt werden die Pläne für das Parkhaus erstellt.

Alles zusammen wird dann als Rahmenplan im Frühjahr dem Gemeinderat vorgelegt. Daraus entwickelt sich später dann der Bebauungsplan. Insgesamt sollen auf dem Elbe-Areal rund 40 Prozent der Flächen für Gewerbe vorgesehen werden, der Rest für den Wohnbau. Das entspricht nach den bisherigen Planungen rund 100 Wohnungen. Gemeinsam mit dem Bogen-Viertel und dem Lothar-Späth-Carré entsteht rund um den Bahnhof in den nächsten Jahren ein neuer Siedlungsschwerpunkt.

Der Verkehr stellt an dieser Stelle eine besondere Herausforderung dar. Direkt an dem Elbe-Areal geht die B27 vorbei und an der einen Ecke liegt die große Kreuzung direkt vor dem Bahnhof. Daher wird die Erschließung des Geländes recht aufwendig. Sicher ist nur, dass das neue Areal eine direkte Zufahrt für Bewohner und Kunden bekommen soll.

„Wir wissen um die Probleme an diesem Standort. Deswegen sollen die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude, hin zu Bundesstraße, größtenteils für das Gewerbe genutzt werden. Dahinter können Wohnungen entstehen. Dort wo heute noch die Fabrikhallen stehen“, sagt Wohnbau-Geschäftsführer Carsten Schüler. In den Plan werden auch die Bedingungen für den Naturschutz einfließen, schließlich stehen noch eine Reihe von alten Bäumen auf dem Gelände. Bis zum Frühjahr soll dieser Rahmenplan stehen. Darin ist festgelegt, wie viele Büros und wie viel Gewerbe in der Fläche Platz finden. Dann ist auch geklärt, wie die verkehrliche Erschließung aussehen könnte, ebenso wie das Parkhaus an der Stuttgarter Straße.

Carsten Schüler sieht auf dem Elbe-Areal gegenüber dem Bogenviertel ein attraktives Wohngebiet in verkehrsgünstiger Lage. Die nächsten zwei Jahre steht das Gebiet unter einer Veränderungssperre. „Die brauchen wir auch zum Planen“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Kessing und ergänzt, dass die Stadtgärtnerei Bäume, die gesund sind, auch erhalten werde.

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