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Flattichschule

Neuer Schulleiter Werner setzt zum Endspurt an

Der Neue ist ein alter Bekannter: Wolfgang Werner unterrichtet bereits seit 1994 an der Münchinger Flattichschule. Gestern wurde er offiziell in das Amt des Schulleiters eingesetzt.

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Der neue Rektor Wolfgang Werner übernimmt nach Ansicht der Schulamtsdirektorin Margrit Nold „Führungsverantwortung in Zeiten großer Umbrüche“: Die Münchinger Flattichschule wird zur reinen Grundschule, der Werkrealschulzweig läuft aus. Foto: Benjamin Stollenberg

Korntal-Münchingen. Mit seinen 62 Jahren gehört Wolfgang Werner eher zu den Spätberufenen. Er wollte Schüler und Schule nicht hängenlassen, nachdem seine Vorgänger in den Ruhestand gegangen waren. Karriere ist da eher Nebensache. Martin Hönes, der den Bürgermeister vertrat, freute sich gestern, dass eine alte Tradition wieder aufgenommen wurde und der Rektor auch am Ort wohnt. „Wolfgang Werner ist seit Jahren mit Münchingen verwurzelt“, so Hönes. Er wünscht, dass es ihm auch in seiner neuen, exponierteren Rolle gelingen möge, Beruf und Privatleben voneinander zu trennen.

Die neue Schulamtsdirektorin Margrit Nold attestierte Werner, „Führungsverantwortung in Zeiten großer Umbrüche“ zu übernehmen. Mit dem Ende des Schuljahres würde die Werkrealschule in Münchingen auslaufen. Die Flattichschule werde danach zur reinen Grundschule. Hier würden jedoch die Grundlagen für jeden Bildungsweg gelegt, bedankt sie sich bei Werner und dem ganzen Kollegium, diese Herausforderung anzunehmen. Der Leiter einer Grundschule unterrichte selbst und sei zugleich Manager, Organisationsentwickler, Personalverantwortlicher, Repräsentant und Netzwerker.

„Immer wieder wurde Ihnen in dienstlichen Beurteilungen unter anderem rasche Auffassungsgabe, Durchstehvermögen, hohe Belastbarkeit, auch unter wechselnden Bedingungen, Aufgeschlossenheit für neue Aufgaben und kooperatives Verhalten bescheinigt“, zitierte Nold. Ferner seien sein pädagogisches Geschick, die gute Lernatmosphäre und eine ganzheitliche Förderung der Schüler genannt worden. „Seit jeher legen Sie Wert auf die Erziehung zu Selbstständigkeit und die Übernahme von Verantwortung.“ Die beiden eigenen Kinder seien aus dem Haus, eine schwere Krankheit überwunden. „Ihre berufliche Entwicklung setzt nun zum Endspurt an, der Startschuss ist damit gegeben“, dem schlossen sich die besten Wünsche auch von zahlreichen anderen Rednern an.

„Anfänge sind spannend und schwierig“, so Werner. Seine voraussichtlich kurze Amtszeit werde geprägt sein vom Wandel zu einer reinen Grundschule. Im Mittelpunkt stehen für ihn die Kinder. Alle Anstrengung gelte ihnen, um sie dabei zu unterstützen, leistungsfähige und soziale Mitglieder der Gesellschaft zu werden. Eine gute Schule sorge für Spaß und Freude beim Lernen. „Nur was Kinder gerne machen, führt langfristig zum Erfolg. Dazu gehört, dass man sie dort abholt, wo sie sich befinden. Man darf als Lehrer nicht zu weit vorauseilen, aber auch nicht hinterherhinken. Fordern und fördern ist ein wichtiges Prinzip“, so Werner.

Eine gute Schule müsse zudem im Ort verankert sein. Sie biete die Möglichkeit, soziale Kontakte aus dem Kindergarten fortzusetzen und neue aufzubauen. Außerdem Lernräume in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen, Gruppen, kommunalen Einrichtungen, Eltern oder Kirchen zu schaffen. Als Spiegelbild einer Gesellschaft sorge die Grundschule für Integration. „In meinen Augen ist das eine ganz wichtige Aufgabe“, so Werner.

Zu seinen Schülern pflegt der Pädagoge immer zu sagen: „Wenn ihr später morgens pfeifend zur Arbeit geht, dann habt ihr den richtigen Job gefunden.“ Er selbst gehe morgens pfeifend zu Schule.