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„Optimale Synergien unter einem Dach“

In der Stuttgarter Straße ist eine zentrale, barrierefreie Anlaufstelle entstanden, die von Pflege über Soziales bis zum Ehrenamt ein breites Spektrum bietet und eng mit dem Seniorenbüro kooperiert. Neu ist die gemeinsame Verantwortung von Kirche und Kommune für die Ehrenamtsberatung.

Pflegestützpunkt, Freiwilligenforum und bürgerschaftliches Engagement, Schwerbehindertenbeauftragte und Sozialberatung: Corinna Wollandt, Daniela Walter, Katja Schottmüller-Reinle, Gertraud Selig, Claudia Haberzettel und Ute Fischer sind angekommen (
Pflegestützpunkt, Freiwilligenforum und bürgerschaftliches Engagement, Schwerbehindertenbeauftragte und Sozialberatung: Corinna Wollandt, Daniela Walter, Katja Schottmüller-Reinle, Gertraud Selig, Claudia Haberzettel und Ute Fischer sind angekommen (v. l.). Foto: Ramona Theiss

Ludwigsburg. Zum 30. Geburtstag hat das Seniorenbüro im Beck’schen Palais ein großes Geschenk bekommen: Mit dem neuen Beratungs- und Informationszentrum ist eine zentrale Anlaufstelle für alle Belange von Senioren entstanden, von der sich die Leiterin des Seniorenbüros, Christine Becker, viel verspricht: „Die Bündelung ermöglicht uns viel Neues.“ Wie berichtet, markierte der Auszug des Griechischen Vereins aus der Stuttgarter Straße 12/1 im Jahr 2017 den Start für die Umbaupläne.

In einem Teil finden sich Seniorenbüro und Begegnungsstätte. Im anderen Teil des Erdgeschosses ist der Fachbereich Bürgerschaftliches Engagement, Soziales und Wohnen mit der Beratung Soziales und Inklusion sowie mit dem Freiwilligenforum von Kirche, Diakonie und Caritas die Anlaufstelle bürgerschaftliches Engagement zu finden wie auch der Pflegestützpunkt. Hinzu kommt die interne Schwerbehindertenbeauftragte und multifunktionale Räume, die auch von externen Gruppen genutzt werden. Für die stellvertretende Leiterin des Fachbereichs, Sandra Sperzel, ein Quantensprung: „Das sind tolle Möglichkeiten.“

Ein Quantensprung ist die zentrale Anlaufstelle auch in anderer Hinsicht: Erstmals sind diese Stellen barrierefrei zu erreichen. Diese waren im ersten Stock der treppenlastigen Oberen Marktstraße untergebracht, der von älteren Menschen – erst recht mit Rollator oder Rollstuhl – oder Eltern mit Kinderwagen gar nicht oder sehr schwer zu erreichen war. Wie Erster Bürgermeister Konrad Seigfried sagte, sei die Erfüllung des „sehr, sehr langgehegten Wunsches von Stadt und Bürgern“ eine „echte Investition in die Belange von Älteren und Behinderten“. Wie Corinna Wollandt vom Pflegestützpunkt sagte, habe man zuvor Termine an anderer Stelle ausgemacht, „viele haben sich auch die Treppen hochgequält“.

Der neue Eingang findet sich neben dem alten Rollstuhleingang hinter dem Gebäude und ist über den rückwärtigen Parkplatz oder eine Toreinfahrt in der Mathildenstraße zu erreichen. Im denkmalgeschützten Gebäude selbst wurde für 260000 Euro saniert, wie die stellvertretende Fachbereichsleiterin Hochbau und Gebäudewirtschaft, Gabriele Barnert, erläuterte. In dem 1760 erbauten Ensemble wurde mit Architektin Andrea Pfletschinger die Haustechnik erneuert, Brandschutz und Akustikdecken installiert, Details wie Stuck herausgeholt, Parkett gelegt, Türen verbreitert, die Substanz gestärkt: Die „komplexe Maßnahme“ habe viel Mühe und Zeit gekostet.

Wie Diakon Martin Strecker vom Freiwilligenforum sagte, ist die Zusammenarbeit mit der Stadt „die einzige im Land“. Die überkonfessionelle Beratung gestalte „den sozialen Zusammenhalt in der Stadt“, sagte er und biete „optimale Synergien unter einem Dach“ sowie viele Möglichkeiten. „Jeder Mensch braucht seine Tagesdosis an Bedeutung für andere“, zitierte er den Psychiater Klaus Dörner. „Dafür steht unsere Anlaufstelle.“

info: Eine vorherige Anmeldung ist nötig. Pflegestützpunkt: (07141) 910-3123, Bürgerschaftliches Engagement und Freiwilligenforum: (07141) 910-3333, Soziales: (07141) 910-3040, Behinderung: (07141) 910-3031.

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