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Ortsdurchfahrt monatelang gesperrt

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Noch gut zwei Wochen, dann startet die Sanierung der Großingersheimer Ortsdurchfahrt. Neben dem Fahrbahnbelag werden unter anderem Versorgungsleitungen erneuert, Bushaltestellen barrierefrei gemacht und Gehwege abgesenkt. Am Donnerstag informierte die Verwaltung die Bürger via Internet.

Ingersheim. Bürgermeisterin Simone Lehnert setzt auf Optimismus: „Wir dürfen uns in Ingersheim auf eine Verbesserung freuen“, sagte sie während der digitalen Veranstaltung, zu der sich zwischenzeitlich knapp 80 Personen zugeschaltet haben. Doch vorher werden die Ingersheimer Autofahrer – aber auch der überörtliche Verkehr – mit Straßensperrungen und Umleitungen leben müssen. Und das von 14. März bis Ende September.

Die gesamte Sanierung der Landesstraße L1125 erstreckt sich auf einer Länge von 3,5 Kilometern von der Bertha-Benz-Straße in Großingersheim bis zur Aral-Tankstelle in Pleidelsheim. Im Zuge der Arbeiten werden auch die Neckarbrücken über den Altneckar und den Schifffahrtskanal zwischen Ingersheim und Pleidelsheim saniert. Ab Ende Mai wird deshalb die Verbindung zwischen den beiden Ortschaften bis Ende September gesperrt sein.

Wie Harald Schnabel, Leiter des Amtes für Liegenschaften, Bau und Technik, mitteilte, reicht die Strecke, die innerörtlich saniert wird, über 1,2 Kilometer von der Konz-Kreuzung über die Tiefengasse und Pleidelsheimer Straße bis zum Fischerwörth. Bevor die neue Fahrbahndecke aufgebracht wird, werden Kanäle ertüchtigt, Leitungen für Wasser, Gas und Breitband verlegt, neue Straßenbeleuchtungsmasten aufgestellt, Gehwege abgesenkt, Straßenabläufe erneuert und die Treppe in der Tiefengasse saniert. Zudem gibt es neue Bushaltestellen am Karl-Ehmer-Stift, an den Einmündungen beim Fischerwörth sowie in der Talstraße.

Laut Bauzeitenplan geht es am 14. März an der Kreuzung Bietigheimer Straße/Ludwigsburger Straße mit dem Einbau eines neuen Wasserschachts los. Ab 21. März gehen die Bauarbeiten in der Bietigheimer Straße sukzessive weiter, bis Mitte Mai das Rathaus und die Marktstraße erreicht werden. Dann soll der Leitungsbau erfolgen. Ab Juni werden die Tiefengasse und die Pleidelsheimer Straße aufgerissen. Der letzte Abschnitt im Fischerwörth soll bis Ende der Sommerferien fertig sein. Nach erfolgtem Leitungseinbau wird der Straßenbelag aufgebracht.

Ab den Pfingstferien werden Autofahrer nicht mehr in Richtung Pleidelsheim und zurück fahren können. Es werden weiträumige Umleitungen eingerichtet. Auch der Busverkehr wird dann abgeschnitten sein. Wie Bürgermeisterin Lehnert betonte, sei die Verwaltung bezüglich der Umleitung der Linienbusse in Abstimmung mit dem dafür zuständigen Landratsamt. Doch eines stehe fest: „Eine Zeit lang geht nichts in Richtung Pleidelsheim und Autobahn – weder für Autos noch für den ÖPNV“, sagte Lehnert. Immerhin: Während der Sanierung der Brücken können diese von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden.

Die überörtliche Umleitungsstrecke führt laut dem zuständigen Regierungspräsidium Stuttgart von der Kreuzung Bietigheimer Straße/Ludwigsburger Straße in Großingersheim auf der Landesstraße L 1113 in Richtung Süden und über die Landesstraße L 1138 nach Freiberg. Ab der Kreuzung Mundelsheimer Straße/Benninger Straße bei Beihingen wird der Verkehr über die Landesstraße L 1129 in Richtung Norden bis zur Autobahn-Anschlussstelle Pleidelsheim geführt

Die Umleitung in Gegenrichtung erfolgt analog. Bezüglich des innerörtlichen Verkehrs werden ebenfalls – je nach Bauabschnitt – Umleitungen eingerichtet. Der Verkehr nach Kleiningersheim wird über die Besigheimer Straße und Forststraße gelenkt. Für Bürger, die direkt an der Ortsdurchfahrt wohnen, wird es zusätzliche Belastungen geben. Wo direkt vor dem Haus gearbeitet wird, kann auch kein Anwohnerverkehr stattfinden. Immerhin wird darauf geachtet, dass die meisten Grundstücke über Nacht angefahren werden können. „Je nachdem, wann die Baugruben offen sind, wird man sehen, wie die Grundstücke befahrbar sind“, sagte Harald Schnabel. Auch die Zulieferung von Paketen wird während der Straßensanierung nur eingeschränkt möglich sein. Der Müll wird vom beauftragten Unternehmen zu einer Sammelstelle gebracht. Wie Schnabel auf entsprechende Anfragen mitteilte, werden regelmäßig Informationen an die betroffenen Haushalte und Unternehmen verteilt, damit diese wissen, wann vor ihrem Haus gebaut wird.