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Paradies für Schneeball und Salbei

Freiwillige engagieren sich bei Ökoprojekt im Garten des Karl-Ehmer-Stifts – Projekt der Evangelischen Heimstiftung

Die Hanglage im Garten ist anspruchsvoll für die Planung. Foto: Andreas Becker
Die Hanglage im Garten ist anspruchsvoll für die Planung. Foto: Andreas Becker

Ingersheim. Die Rosmarinweide gesellt sich zum Schneeball, die Heidenelke zum Wiesensalbei und der Natternkopf zur Küchenschelle: Im Garten des Karl-Ehmer-Stifts wurde jüngst eifrig geschafft, denn rund um das Rondell mit den Sitzplätzen entstand ein Ökoparadies mit heimischen Sträuchern und Stauden. Dort sollen sich bald Vögel, Insekten und Amphibien tummeln.

Die Grundlagen dafür legten Experten des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) sowie Mitarbeiter der Evangelischen Heimstiftung und des Ingersheimer Seniorenstifts. Aktiv beim Pflanzen war auch die Leiterin des Karl-Ehmer-Stifts, Kerstin Wulle, die die Gartenarbeit als gelungene Abwechslung bezeichnete. Und bei sonnigem Wetter machte ihr das Schaffen richtig Spaß. „Wir geben unser Bestes“, sagte Kerstin Wulle und lachte. Sie sei mächtig gespannt, was daraus entstehe und außerdem lerne man auch für den heimischen Garten etwas dazu, betonte Wulle, als sie die Pflanzen in die Erde setzte.

Die Bewohner des Seniorenstifts, die größtenteils geimpft sind und auch wieder zusammenkommen dürfen, beobachteten derweil das Geschehen vom Fenster aus. Dass bei der Pflanzaktion auch alles fachgerecht über die Bühne ging, darüber wachte der Naturgartenplaner Frieder Weigand, der im Vorfeld ein Konzept für das topographisch schwierige, 150 Quadratmeter große Areal entwickelt hatte. Der Hanglage entsprechend wurde zu der bestehenden noch eine weitere Natursteinmauer errichtet, die Wärme speichert und Lebensraum für Amphibien bietet, während die in die Erde gesetzten sonnenhungrigen Steingartengewächse bald Schmetterlinge anlocken sollen. Nabu-Projektleiterin Aniela Arnold berichtete, was die Grundlage ist, damit diese Pflanzen gut gedeihen: Sie brauchen keine gedüngte Erde, sondern Magersubstrat. Dann klappt das mit der bunten Wildblumenwiese. Mit großer Gartenbegeisterung beteiligten sich auch die Regionaldirektorin Sarah Setzer sowie der Umweltreferent der Evangelischen Heimstiftung, Martin Suchaneck, an den Pflanzarbeiten.

Vergangenen Sommer ging das Projekt der Heimstiftung „Blühende Gärten – miteinander für mehr Vielfalt“ an den Start. Als Partner konnte die Heimstiftung den Nabu gewinnen, der sich schon seit Jahrzehnten für Artenvielfalt und den Schutz intakter Lebensräume einsetzt. Entsprechend wurden und werden noch die Gärten von insgesamt 15 Pflegeeinrichtungen der Heimstiftung umgestaltet. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg und der Lotterie Glücksspirale.

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