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Oberliga

Personalnot in Bissingen

FSV 08 hat zahlreiche Ausfälle zu beklagen – Freiberg trifft auf die Mannschaft der Stunde

Ein Kandidat für die Startelf: Bissingens Michael Deutsche.Foto: Baumann
Ein Kandidat für die Startelf: Bissingens Michael Deutsche. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen/Freiberg. Der FSV 08 Bissingen möchte in der Fußball-Oberliga morgen (15 Uhr) bei der Neckarsulmer Sport-Union wieder den Anschluss an das vordere Mittelfeld herstellen. Am Samstag (17.30 Uhr) reist der SGV Freiberg in einem Verfolgerduell zum FC 08 Villingen.

Nach drei sieglosen Begegnungen sind die Nullachter bis auf den neunten Rang abgerutscht. Vor allem die Defensive bereitet Coach Alfonso Garcia große Sorgen. Beim 3:3 gegen den SV Linx kassierte der FSV auch im dreizehnten Saisonspiel einen Gegentreffer. „Die Tore waren alle vermeidbar. Das begleitet uns die ganze Zeit und bricht uns ergebnistechnisch immer wieder das Genick“, sagt Garcia. Mit einem Zähler weniger belegt das erfahrene Neckarsulmer Team den elften Rang. „Die Mannschaft ackert von der ersten bis zur letzten Minute“, erklärt der Bissinger Trainer.

Der FSV wartet bei vier Unentschieden und einer Niederlage noch auf seinen ersten Erfolg in Neckarsulm, die letzten beiden Duelle endeten jeweils 0:0. Die Personalsorgen bei den Nullachtern haben sich im Vergleich zur Vorwoche weiter verschärft. Nach Marius Kunde, Duc Thanh Ngo, Anil Sarak und Pascal Wolter fällt nun auch Patrick Milchraum mit Adduktorenproblemen aus. Sollte auch Alexander Götz (Oberschenkelprobleme) gegen seinen Ex-Club nicht rechtzeitig fit werden, stünden Garcia nur 13 Feldspieler zur Verfügung. „Die Jungs, die da sind, geben Gas, wir werden nicht jammern. Wir kriegen noch eine schlagkräftige Truppe zusammen“, verspricht Garcia. Eine Alternative für die Startelf ist Michael Deutsche, der nach seiner Einwechslung gegen Linx in der Schlussphase noch einmal für frischen Wind sorgte.

Der SGV Freiberg (21 Punkte) könnte mit einem Erfolg am FC 08 Villingen (23) vorbeiziehen. Gegen den TSV Ilshofen ist die Truppe beim 2:2 mit einem blauen Auge davongekommen. „Das Team hat sich spieltechnisch nicht an die Vorgaben gehalten, sondern ihren eigenen Kopf durchgesetzt“, moniert Coach Mario Estasi. Aufgrund von Verletzungen und Krankheiten konnte er im bisherigen Saisonverlauf noch nie zweimal hintereinander die gleiche Startformation auf das Feld schicken. Auch vor der schwierigen Fahrt in den Schwarzwald hat er wieder zahlreiche angeschlagene Spieler. „Es hängt am seidenen Faden, wer alles fehlen wird“, beklagt Estasi. Villingen ist momentan die Mannschaft der Stunde in der Oberliga und hat das Feld nach den zwei Auftaktniederlagen von hinten aufgerollt. In den folgenden elf Partien blieb das Team ungeschlagen und hat sich dadurch bis auf den dritten Rang vorgearbeitet.

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