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Pferd verendet bei Scheunenbrand

Beim Brand einer Scheune in der Möglinger Ortsmitte ist am Samstagnachmittag ein Schaden von rund einer Million Euro entstanden. Eine 31 Jahre alte Frau erlitt offenbar eine Rauchgasvergiftung. Im Stall starb eines von sieben dort eingestellten Pferden,

Die Scheune in der Möglinger Ortsmitte ist völlig ausgebrannt und nicht mehr zu retten. Fotos: Alfred Drossel
Die Scheune in der Möglinger Ortsmitte ist völlig ausgebrannt und nicht mehr zu retten. Fotos: Alfred Drossel
Helfer räumen den Stall.
Helfer räumen den Stall.

Möglingen. Gegen 16.15 Uhr hatte der Besitzer des landwirtschaftlichen Anwesens Blank in der Möglinger Ortsmitte in der Heukammer das Feuer am Samstag entdeckt. Er alarmierte die Feuerwehr, die wenig später vom kaum 100 Meter entfernten Magazin an der Brandstelle eintraf. Die Scheune stand da bereits im Vollbrand, das Feuer hatte schon auf das benachbarte Wohnhaus übergegriffen. Kommandant Markus Giek forderte aus Ludwigsburg und Asperg Unterstützung an.

Ein Haus muss geräumt werden

Die Einsatzkräfte bauten eine Riegelstellung auf, um benachbarte Gebäude zu schützen. Die westliche Mauer der Scheune drohte einzustürzen, so dass ein angrenzendes Mehrfamilienhaus geräumt werden musste. In der Scheune und im Stall waren neben Heu und Maschinen auch sieben Pferde untergebracht. Ein Tier überlebte den Brand nicht.

Die 31-jährige Freundin des Hauseigentümers befand sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs im Wohnhaus und erlitt eine Rauchgasvergiftung – sie wurde von den Rettungskräften vor Ort behandelt. Zum Einsatz kamen am Samstag auch die Drehleitern aus Asperg und Ludwigsburg. Ludwigsburg zudem den Abrollbehälter Atemschutz und den Teleskoplader zur Räumung des Heulagers zur Verfügung. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Hans-Peter Peifer forderte die Feuerwehr-Drohnengruppe aus Walheim mit dem Kommandanten Marko Horwath an. Dank der Infrarotaufnahmen konnten die Glutnester rasch ausgemacht werden.

Bürgermeisterin Rebecca Schwaderer informierte sich am Samstag über die Löscharbeiten vor Ort, die von zahlreichen Schaulustigen verfolgt wurden. Der Möglinger Einsatzleiter Giek zeigte sich zufrieden, dass es gelungen sei, die Nachbargebäude zu schützen. 178-mal musste die Möglinger Wehr in diesem Jahr schon nach seinen Angaben zu Einsätzen ausrücken.

Die Brandursache ist bislang wohl noch unklar. Die Polizei hatte unmittelbar nach dem Feuer ihre Ermittlungen aufgenommen. Der Brand hatte auch bei ihr und beim Rettungsdienst einen Großeinsatz ausgelöst. Der Schaden wird aktuell mit rund einer Million Euro beziffert. Die Feuerwehr war mit 58 Kräften und 17 Fahrzeugen im Einsatz.

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