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Planung für Jubiläum geht weiter

Vor 50 Jahren ist Ottmarsheim nach Besigheim eingegliedert worden. Die Vorbereitung für die Jubiläumsfeier im Herbst läuft seit einiger Zeit, ist unter Pandemiebedingungen aber alles andere als einfach.

Besigheim-Ottmarsheim. Eines ist gewiss: So unbeschwert, wie es vor Corona der Fall gewesen wäre, kann das 50-Jahr-Jubiläum der Ottmarsheimer Eingemeindung nicht gefeiert werden. „Wir werden im Oktober sicher noch eine Beschränkung der Personenzahl haben“, sagt Besigheims Kulturamtsleiterin Anette Walz. Die Frage ist: Mit wie viel Gästen kann der geplante Festabend über die Bühne gehen? Und: Kann überhaupt der Kirbemarkt stattfinden? Denn schließlich hatten sich Stadtverwaltung und Vereinsvertreter bewusst dafür entschieden, den Eingemeindungsfestabend am Kirbe-Wochenende im Herbst zu feiern (wir berichteten).

Aktuell gehe man davon aus, dass der Festabend als Präsenzveranstaltung stattfinden werde, betont die Kulturamtsleiterin im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir haben die Hoffnung, dass er stattfinden kann.“ Und dafür ist schon ein abwechslungsreiches Programm zusammengekommen. So wollen sich die Studiobühne Besigheim sowie das Aktive Ottmarsheim samt Kabarettistin Sabine Essinger mit einer Aufführung beziehungsweise einem Sketch beteiligen. Posaunenchor und Liederkranz möchten an dem Abend für die Musik sorgen. Besigheims Stadtarchivarin Sandy Richter sammelt derzeit Fotografien, um die vergangenen 50 Jahre bildlich Revue passieren lassen zu können. Die Planung für den Festabend ist noch nicht abgeschlossen, es gibt weitere Ideen.

Die Frage ist jetzt allerdings: Wie können die vorgesehenen Darbietungen einem größeren Kreis zugänglich gemacht werden? Denn auch wenn am Freitag, 22. Oktober, gemeinsam in der Ottmarsheimer Bürgerhalle gefeiert werden könnte, so rechnet Anette Walz momentan damit, dass maximal etwa 100 Gäste kommen können. Deswegen wird überlegt, ob die Auftritte beziehungsweise das Festprogramm aufgezeichnet werden sollen und dann per Internet für alle Interessierten zugänglich gemacht werden können. „Das muss man noch technisch abklären“, sagt Walz. Nach den Sommerferien wird es ein weiteres Treffen mit den Vereinsvertretern geben.

Zahl lokal

1971 wurde Ottmarsheim nach Besigheim eingegliedert. Es war der erste „kommunale Eheschluss“ im Landkreis, wie der damalige Ottmarsheimer Bürgermeister Walter Müller in seinem Beitrag zu „Geschichte der Stadt Besigheim“ schrieb. Besigheims damaliger Bürgermeister Eberhard Frohnmayer stellte mit Walter Müller die Weichen für eine Fusion, die Anfang September vollzogen wurde. Hintergrund des Zusammenschlusses waren die Gemeindereform (1968) beziehungsweise die Kreisreform (1971) in Baden-Württemberg.

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