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Magie

Radschi zweimal Weltrekordler

Der Zauberer Hans-Peter Raggi trägt sich in Rimini mit mehr als 130 Kollegen erneut ins berühmte Guinness-Buch ein

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Wieder im Guinness-Buch der Rekorde: Magier Radschi, alias Hans-Peter Raggi, zeigt seine Urkunde.Foto: Alfred Drossel

Ludwigsburg. Der Bietigheim-Bissinger Zauberkünstler Hans-Peter Raggi war dabei, als jetzt ein neuer Weltrekord bei der größten Zaubergala aller Zeiten aufgestellt worden ist. Mehr als 130 Zauberkünstler waren an dem „Guinness World Record“ beteiligt, der anlässlich der Weltmeisterschaften der Zauberkunst in Rimini auf dem Programm stand. Die Megaschau der Magier hatte rund 2500 Zauberer aus der ganzen Welt nach Rimini gelockt.

Raggi, der sich Radschi nennt, war sieben Tage an der Adria und nahm dort 160 Zaubershows unter die Lupe. Selbst aktiv wurde er beim Weltrekordversuch, bei dem es galt, möglichst viele Zauberer in einer Show auf die Bühne zu bringen – mit Erfolg. Radschi trägt sich nun mit seinen Kollegen in der Kategorie „Most Magicians in a Magic Show“ (Die meisten Magier in einer Zaubergala“) ins Guinness-Buch ein. Der bestehende Rekord hatte seit 2012 Gültigkeit. 106 Zauberer waren damals am Start – auch Radschi stand bereits beim Versuch vor drei Jahren auf der Bühne.

2015 boten die Magier in Rimini Tricks im Minutentakt. Keiner der Auftritte war länger als eineinhalb Minuten. Schwebende Tische, sprechende Krawatten und flatternde Tücher wurden den Zauberfans auf der Bühne geboten, auf der auch der Star der Szene, Uri Geller, einen Vortrag für die WM-Magier hielt. „So viele Zauberkünstler in einer Show – das gab es noch nie“, berichtet Hans-Peter Raggi nicht ohne Stolz über die Show, mit der sich der Bietigheimer zum zweiten Mal ins Guinness-Buch gezaubert hat.

Seit 30 Jahren steht der pensionierte Lehrer Raggi als Radschi auf der Bühne. Mit Humor, Charme und Einfühlungsvermögen führt er seine Fans in die Faszination der Zauberwelt ein. Radschi nennt sich Verblüffungskünstler, weil er manchmal selbst überrascht sei, dass seine Zaubertricks so einwandfrei klappen. „Psychologie, Fingerfertigkeit, Ablenkung – und fertig ist die Sinnestäuschung“, sagt er.

Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene bezieht Radschi in seine Shows ein. Unsichtbare Knoten fliegen durch den Saal, Karten verschwinden und tauchen an einer ganz anderen Stelle wieder auf. Für ihn ist Zauberei mehr als nur Unterhaltung. „Es ist mir wichtig, dass jeder Zuschauer etwas mit nach Hause nimmt. Dann hat sich der Abend gelohnt.“