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Schlussspurt der Ortskernsanierung

Noch bis ins kommende Frühjahr wird die Hauptstraße in Rielingshausen saniert, die Bushaltestellen werden barrierefrei umgestaltet. Fotos: Ramona Theiss
Noch bis ins kommende Frühjahr wird die Hauptstraße in Rielingshausen saniert, die Bushaltestellen werden barrierefrei umgestaltet. Fotos: Ramona Theiss
Für die Anwohner bedeutet der dritte Abschnitt der Ortskernsanierung über Wochen hinweg Unannehmlichkeiten.
Für die Anwohner bedeutet der dritte Abschnitt der Ortskernsanierung über Wochen hinweg Unannehmlichkeiten.
In der Rielingshäuser Hauptstraße bleibt zurzeit kein Stein auf dem anderen: Im dritten Abschnitt der Ortskernsanierung werden die beiden Bushaltestellen neu geordnet, die Straße muss verschwenkt werden.

marbach. Für die direkten Anwohner der Ortsdurchfahrt ist dieser Teil der Ortskernsanierung kein Zuckerschlecken: Zwischen der Kelter- und der Forststraße kann der Verkehr aktuell nur einspurig rollen und wird durch eine Ampel geregelt. Rückstaus sind da vorprogrammiert, Zufahrt und Zugang zu Grundstücken und Häusern erschwert. „Das sind die täglichen Ärgernisse“, sagt Dieter Wanner, Leiter des Marbacher Stadtbauamts, das die Federführung bei den Arbeiten hat. Und so ganz schnell werden diese Ärgernisse kein Ende haben, denn die Bauarbeiten werden sich – je nach Witterungsverlauf – bis Februar oder März hinziehen.

Während die Einmündung der Kelter- in die Hauptstraße bereits verbreitert wurde, eine Treppe zur Langen Straße sowie Stützmauern im westlichen Bereich der Ortsdurchfahrt angebracht worden sind, konzentrieren sich die Arbeiten jetzt auf die Ortsmitte und die beiden Bushaltestellen dort. Die müssen bekanntlich überall bis Januar 2022 barrierefrei werden. In Rielingshausen ist dieses Ziel aber nur mit größeren Umbauten zu erreichen.

So wird jetzt auf der südlichen Fahrbahnhälfte in Fahrtrichtung Backnang vor der Volksbank-Filiale ein reiner Haltebereich angelegt. Der Bus stoppt künftig auf der Straße, was laut Dieter Wanner auch problemlos zu handeln sein dürfte: In dieser Fahrtrichtung steigen mehr Fahrgäste aus als ein, was relativ zügig vonstatten geht. Anders sieht es auf der gegenüberliegenden Straßenseite und damit in Fahrtrichtung Marbach aus: Weil hier vor allem morgens viele Schüler warten, noch dazu Pendler, die zur S-Bahn wollen, wird hier eine Busbucht angelegt. Um den Platz dafür zu schaffen, muss die Straße verschwenkt werden.

Insgesamt wird in diesem dritten Bauabschnitt der Ortskernsanierung eine Fläche von mehr als 4000 Quadratmetern einer Schönheitskur unterzogen. Die Kosten belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro, die Zuschüsse zum Umbau der Bushaltestellen und der Straßensanierung summieren sich auf rund 110000 Euro.

Mit dem Instrument der Ortskernsanierung, das ja auch private Bauvorhaben finanziell fördert, hat die Stadt Marbach in den zurückliegenden Jahren im Teilort einiges bewegt. Zu den Projekten zählt zum Beispiel die Sanierung und Erweiterung der Gemeindehalle für vier Millionen Euro. Rund um die Verwaltungsstelle im alten Ortskern wurden zudem klare Bereiche für Autofahrer und Fußgänger geschaffen, Parkplätze deutlich sichtbar abgegrenzt, der dörfliche Charakter erhalten und betont. Mit der Umgestaltung der Hauptstraße folgt nun der Schlussakkord.