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Spielplätze bleiben unter neuen Corona-Regeln offen

Die neue Landesverordnung setzt auf das Verantwortungsbewusstsein der Eltern – Vorerst keine verstärkten Kontrollen durch die kommunalen Ordnungsämter

Eltern begrüßen, dass die Spielplätze offen bleiben .Foto: Holm Wolschendorf
Eltern begrüßen, dass die Spielplätze offen bleiben . Foto: Holm Wolschendorf

Kreis Ludwigsburg. Flatterband um Schaukeln und Rutschen wird es bei diesem Lockdown nicht geben. Die seit gestern geltende neue Corona-Verordnung des Landes sieht keine Schließung der öffentlichen Spielplätze vor, während andere Freizeiteinrichtungen dichtmachen müssen.

Doch gilt auch auf Spielplätzen die Regel, dass nicht mehr als zehn Personen aus mehr als zwei Haushalten sich zusammenfinden dürfen. Man setze auf die Vernunft und auf das Verantwortungsbewusstsein der Erwachsenen, den Abstand zu anderen Familien bestmöglich einzuhalten und den Abstand der Eltern untereinander einzuhalten, heißt es auf der Homepage des Staatsministeriums. Die gleichen Bestimmungen gelten auch für Bolzplätze.

Besonders kontrolliert werden sollen die Spielplätze nicht, heißt es aus den Rathäusern im Kreis. Warnhinweise zu den Abstands- und Hygieneregeln oder den Personen- und Haushaltsbegrenzungen werden nicht überall aufgehängt – vorerst zumindest. So heißt es aus Marbach, man wolle sich das Geschehen erst einmal ansehen. Bei Bedarf könne man immer noch Schilder anbringen.

In Ludwigsburg hingen bereits Schilder mit Hinweisen zu den Abstands- und Hygieneregeln. Diese werden jedoch in den nächsten Tagen ausgetauscht. Man überlege, auf den Hinweistafeln die neuen Regeln zur Versammlung in der Öffentlichkeit zu vermerken. Außerdem könnte eine Grenze für die Anzahl an Kindern auf dem Spielplatz festgelegt werden. Diese würde sich nach einer Empfehlung des Sozialministeriums vom Mai richten, nach welcher ein Kind pro 10m nicht überschritten werden darf.

Marie-Christin Haufe aus Ludwigsburg findet es gut, dass die Spielplätze offen bleiben. Es sei allerdings wichtig, dass Eltern vernünftig bleiben. Sie selber will mit ihren Töchtern Spielplätze meiden, an denen zu viel los sei.

Auch in Vaihingen baut man auf die Vernunft der Eltern. Die Kontrollschwerpunkte lägen ohnehin im Moment nicht bei den Spielplätzen, sondern bei den Gaststätten, ob sich diese an die neuen Beschränkungen halten.

Auch Ruth-Elena Erb aus Freiberg begrüßt, dass die Spielplätze offen bleiben. In Freiberg seien diese ohnehin sehr weitläufig, da sei Abstandhalten kein Problem. Zudem ist es ihrer Ansicht nach wichtig, dass Kinder die Zeit an der frischen Luft im geschützten Raum eines Spielplatzes verbringen können, und nicht auf der Straße spielen müssen.

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