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Stadthalle wird zum Testzentrum

Die Stadt Remseck hat vom Land 2500 Antigen-Schnelltests geordert und gestern Morgen punkt 7 Uhr damit begonnen, Mitarbeiter aus Kitas und Schulen auf eine Infektion mit dem Coronavirus untersuchen zu lassen. Das Testzentrum wurde mit Unterstützung des DRK Remseck in der Stadthalle eingerichtet.

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Martin Nitze vom DRK Remseck macht einen Rachen-Nasen-Abstrich. Das mit einer Pufferlösung vermischte Sekret tropft er anschließend auf ein Testelement. Fotos: Holm Wolschendorf
Martin Nitze vom DRK Remseck macht einen Rachen-Nasen-Abstrich. Das mit einer Pufferlösung vermischte Sekret tropft er anschließend auf ein Testelement. Foto: Holm Wolschendorf

REMSECK. Tamara Wüst hat es jetzt schriftlich: Sie ist aktuell nicht mit Corona infiziert. Als eine der Ersten hat sich die Erzieherin der Aldinger Kita Albstraße gleich am Montagmorgen noch vor Arbeitsbeginn testen lassen. „Das ist eine gute Sache“, sagt sie. Auch wenn die junge Frau nicht ernsthaft mit einem positiven Testergebnis gerechnet hat, ist sie nun beruhigter.

In der zum Testzentrum umfunktionierten Remsecker Stadthalle warten gerade sechs weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Kitas und Schulen auf ihr Testergebnis. Zwischen 15 und 30 Minuten müssen sie sich gedulden, bis es vorliegt, erläutert Martin Nitze vom DRK Remseck im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Ortsverein übernimmt die Tests im Auftrag der Stadt. Nitze hat am frühen Montagmorgen schon einige Nasen-Rachen-Abstriche gemacht, das Sekret in einem Reagenzglas mit einer Pufferlösung vermischt und dann auf ein Testelement getropft. Bisher gab es kein positives Ergebnis. Für das Remsecker DRK sei es nicht neu, Testaktionen zu unterstützen, so der Bereitschaftsleiter. Bereits im Dezember waren Teams zum Testen in Pflegeheimen im Einsatz. In den kommenden Wochen wird das DRK immer montags und donnerstags in der Stadthalle Abstriche machen und auswerten.

„Wir haben vergangenen Dienstag 2500 Antigen-Schnelltests beim Land bestellt und sie schon am Donnerstag abholen können“, berichtet Sina Weiß, die innerhalb der Stadtverwaltung den Fachbereich Zentrale Steuerung leitet. Zusammen mit Andrea Hartmann, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Familie, Soziales, zeichnet sie verantwortlich für die Organisation der Testaktion. Ende vergangener Woche wurden alle 264 städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kitas und Schulen schriftlich informiert, dass sie sich gleich nach den Faschingsferien freiwillig testen lassen können. „Die Resonanz war sehr gut“, sagt Sina Weiß. Für den ersten Tag meldeten sich gut 50 Teilnehmer an. Um Wartezeiten zu vermeiden, wurden ihnen 15-minütige Zeitfenster zugeteilt. In der Stadthalle gibt es zwei Teststationen. Die Kapazität reiche für 40 Abstriche pro Stunde, so Weiß. Kostenlos testen lassen kann sich nicht nur das pädagogische Personal. Eingeladen sind ebenfalls Sekretariatsmitarbeiter, Hausmeister und Reinigungskräfte der Einrichtungen. Auch Beschäftigte aus dem Haus der Jugend und aus dem Haus der Bürger wurden angeschrieben. Gestern entschloss sich die Stadtverwaltung dazu, auch noch die Lehrer einzubeziehen. Zwölf Pädagogen meldeten sich sofort an. „Die Schnelltest-Aktion ist eine tolle Ergänzung zu unserem Impftermin-Service, bei dem uns auch das DRK unterstützt“, findet Oberbürgermeister Dirk Schönberger. Die Fahrer, die Senioren in die Impfzentren nach Stuttgart und Ludwigsburg bringen, können sich ebenfalls testen lassen. Zwei von ihnen nehmen das Angebot der Stadt dann auch gleich am ersten Morgen in Anspruch. Laut Sina Weiß soll der Service aufrechterhalten bleiben, bis Eigentests möglich sind.

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