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Start für betrieblichen Klimaschutz

Sechs Unternehmen aus dem Landkreis Ludwigsburg beteiligen sich an einem Förderprogramm des Landes

Ziel des Programms Klimafit ist unter anderem eine bessere Energieeffizienz. Foto: stock.adobe.com
Ziel des Programms Klimafit ist unter anderem eine bessere Energieeffizienz. Foto: stock.adobe.com

Kreis Ludwigsburg.. Sechs Unternehmen aus dem Landkreis Ludwigsburg machen beim Klimaschutz ernst. Sie beteiligen sich an dem Förderprogramm Klimafit der grün-schwarzen Landesregierung, das ihnen dabei hilft, die Treibhausgasemissionen in ihren Betrieben zu reduzieren und ihre Energieeffizienz zu erhöhen.

Pilotprojekt setzt auch auf Motivation der Mitarbeiter

Der Startschuss für das Pilotprojekt im Landkreis Ludwigsburg ist jetzt bei einer Auftaktveranstaltung, die das Landratsamt Ludwigsburg als Kooperationspartner virtuell durchgeführt hat, gefallen. Roland Schestag vom Umweltministerium freute sich über den „guten Mix“ an Unternehmen, die sich beteiligt haben, und er hofft, dass es ihnen zudem gelingt, die Mitarbeiter für das Klimaschutzprojekt zu motivieren. Spezielle Mitarbeiterinformationen werden bereitgestellt.

Mit dabei sind aus Ludwigsburg das Blühende Barock, der Kunststoffverarbeiter Hünersdorff, das Reisebüro Karawane und der Verkehrsschilderspezialist Seitz. Auch Parker Hannifin, ein Hersteller von Dichtungssystemen in Bietigheim-Bissingen, und die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim wollen den Klimaschutz voranbringen. Das Psychotherapeutische Zentrum Kitzberg-Klinik aus Bad Mergentheim vervollständigt als Gast die Runde.

Als Unternehmen müsse man sich den Klimathemen – auf die auch die Kunden Wert legten – stellen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, begründet zum Beispiel Marcus Köster von Parker Hannifin die Teilnahme des Unternehmens am Pilotprojekt Klimafit. Zur Motivation von Seitz sagt Firmenchef Carsten Seitz, dass das Unternehmen vor allem im Blick auf Ausschreibungen in Sachen Nachhaltigkeit gut aufgestellt sein wolle. Andreas Köhler von Hünersdorff betont, dass das älteste Industrieunternehmen in Ludwigsburg als kunststoffverarbeitender Betrieb weg vom Einweg- hin zum Mehrwegprodukt wolle. CO-neutral sei Hünersdorff bereits, mit der Teilnahme am Klimafit-Projekt wolle das Unternehmen weitere Erfahrungen sammeln. Unterstützung erhalten die Projektteilnehmer durch das Beratungsunternehmen Arqum, das Landratsamt Ludwigsburg, die Stadt Ludwigsburg und die Energieagentur (LEA) Kreis Ludwigsburg.

Das Klimafit-Projekt steht unter dem Motto: „Klima schützen und bares Geld einsparen“. Laut Ute Kessler von Arqum werden für die teilnehmenden Unternehmen eine individuelle Treibhausgasbilanz und Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz für den Standort erarbeitet. Die Vorteile für die Betriebe seien Kostensenkungen und auch ein Imagegewinn durch die öffentliche Auszeichnung als „Klimafit-Betrieb“. Die Laufzeit des Projekts beträgt gut ein halbes Jahr. In dieser Zeit finden vier Workshops und drei Vor-Ort-Termine statt. Außerdem gebe es Beratungen zu finanziellen Fördermöglichkeiten.

Unternehmen erhalten

Treibhausgasbilanz

Die individuelle Treibhausgasbilanz erstellten die Berater von Arqum, so Kessler. Bei einer Auswertung könnten die Projektteilnehmer dann erkennen, wo in ihren Betrieben Optimierungspotenzial bestehe, um Emissionen und Kosten senken zu können. Das Förderprogramm Klimafit ist bereits schon zweimal in Baden-Württemberg gestartet worden, um den betrieblichen Klimaschutz voranzubringen. In Calw beteiligen sich seit Ende April zwölf Unternehmen an dem Projekt und in Tübingen sind es seit Mitte Juni sieben Firmen.

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