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Steelers drehen rechtzeitig auf

Bietigheim gewinnt in der DEL2 gegen die Dresdner Eislöwen nach einem 0:2-Rückstand mit 4:3 nach Verlängerung

Riley Sheen (rechts) und seine Steelers laufen den Eislöwen um Ex-Bietigheimer Dennis Swinnen nur zu Beginn hinterher. Foto: Baumann
Riley Sheen (rechts) und seine Steelers laufen den Eislöwen um Ex-Bietigheimer Dennis Swinnen nur zu Beginn hinterher. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Nach desaströsem Beginn öffnete Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers am Samstagabend erst spät seine Trickkiste – aber noch rechtzeitig für einen 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen die Dresdner Eislöwen.

Am Ende war es mit Matt McKnight einer der Routiniers, der bei Überzahl die Übersicht behielt und den Siegtreffer erzielte. Schon zuvor hatte der kanadische Torjäger der Steelers in Unterzahl das Signal zur Wende gegeben mit seinem Anschlusstreffer zum 1:2 nach 52 Sekunden im zweiten Drittel. Bis dahin sah es überhaupt nicht so aus, als würde es ein Geschenk in Form von Punkten für Bietigheims Trainer Daniel Naud geben, der am Samstag 59 Jahre alt wurde. „Wir waren zu Beginn nicht bereit. Ein paar Spieler haben gemeint, es ginge auch von alleine und haben vergessen, die sogenannte Drecksarbeit zu machen“, zürnte Naud, der weiter auf Benjamin Zientek, C.J. Stretch, Max Renner und Calvin Pokorny verzichten musste. Folgerichtig ging Dresden in der 8. Minute durch den Ex-Bietigheimer Alexander Dotzler in Führung, der frei vor Torhüter Cody Brenner auftauchte. Brenner hielt sein fahrig wirkendes Team mit starken Paraden im Spiel, war aber machtlos, als die Eislöwen mit der Pausensirene durch Nick Huard auf 2:0 erhöhten. Ein Treffer, der Naud ärgerte: „Es waren noch zehn Sekunden zu spielen und zwei Spieler von uns gehen zum Wechseln. Das sollte einfach nicht passieren.“

Bemerkenswerte Bietigheimer Reaktion

Allerdings zeigte sein Team, das noch zwei Tage zuvor in Landshut eine deftige 1:6-Niederlage einstecken musste, ab dem zweiten Drittel eine bemerkenswerte Reaktion. McKnights Unterzahltor (21.) war ein Wirkungstreffer für Dresden, das nun einige völlig unnötige Strafen zog.

Die Steelers fanden im Powerplay die Lücken in der Eislöwen-Defensive und drehten das Match. Riley Sheen glich in der 45. Minute aus und drei Minuten später fälschte Rekordspieler Rene Schoofs einen Schuss von Norman Hauner zur 3:2-Führung ab. Unhaltbar für den erst 18 Jahren alten Nick Jordan Vieregge im Dresdner Tor. Der Ex-Bietigheimer Dennis Swinnen sorgte zwar mit einem weiteren Überzahltor in der 51. Minute dafür, dass es in die Verlängerung ging, doch die Schwaben blieben auf Kurs und feierten nach 64 Sekunden ihren Matchwinner Matt McKnight. Ein Erfolg, der Geburtstagskind Naud versöhnlich stimmte: „Mit den letzten 40 Minuten kann man schon zufrieden sein.“ Nachlegen können die Steelers bereits am morgigen Dienstag um 19.30 Uhr, wenn die Heilbronner Falken zum Derby in die Ege Trans-Arena kommen.

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