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Deutsche Eishockey-Liga 2

Steelers treiben es auf die Spitze

Dramatische Schlussminuten mit einem Happy End: Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers feiert mit dem 2:1 gegen die Ravensburg Towerstars den dritten Sieg in Folge und festigt in einem packenden Spiel Platz zwei.

Rene Schoofs (dunkles Trikot) im Duell mit Ravensburgs Keeper Olafr Schmidt. Foto: Baumann
Rene Schoofs (dunkles Trikot) im Duell mit Ravensburgs Keeper Olafr Schmidt. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. In einem Spiel auf Augenhöhe war von Anfang an viel Tempo drin. Die Steelers, die immer noch auf Benjamin Zientek, Max Renner und C.J. Stretch verzichten mussten, erarbeiteten sich zunächst die besseren Torchancen, blieben aber immer wieder an Gäste-Keeper Olafr Schmidt hängen.

Ravensburg, nach der Entlassung von Rich Chernomatz mit dem neuen Cheftrainer Marc Vorderbrüggen hinter der Bande, überstand auch das erste Powerplay der Steelers nach 14 Minuten unbeschadet. Da sich auch Steelers-Torhüter Cody Brenner, in dieser Saison bislang ein starker Rückhalt für sein Team, keine Schwäche leistete, ging es ohne Tore in die erste Pause.

Die Führung der Steelers in der 24. Minute entsprang einer perfekten Kombination zwischen Vorbereiter Evan Jasper und Vollstrecker Matt McKnight, als Ravensburgs Defensive die Zuordnung vermissen ließ. Bietigheim erspielte sich danach ein klares Übergewicht und wurde erneut belohnt. Norman Hauner, Fabian Ribnitzky und Torschütze McKnight spielten die Towerstars-Abwehr beim 2:0 in der 34. Minute geradezu schwindelig. Ein Treffer wie aus dem Eishockey-Lehrbuch.

Ravensburg schüttelte sich kurz und fand in der 39. Minute zurück ins Match, als Neuzugang Andrew Kozek einen Abpraller zum Anschlusstor verwertete. Steelers-Topscorer Riley Sheen verpasste in der 46. Minute frei vor Schmidt das 3:1. Chancen auf beiden Seiten ergaben sich nun im Minutentakt. Das Offensivfeuerwerk, das beide Teams abbrannten, ließ kaum Wünsche offen. Eine neutrale Zone schien zeitweise gar nicht zu existieren.

Bietigheim suchte in der Schlussphase die Entscheidung, doch immer wieder stand Schmidt im Weg. 69 Sekunden vor Schluss handelte sich Benjamin Hüfner eine Zeitstrafe ein, dann musste auch noch Tim Schüle auf die Strafbank.

Die Towerstars warfen nun alles in die Waagschale und trafen mit sechs gegen drei Spielern praktisch mit der Schlusssirene zum vermeintlichen Ausgleich, doch der Treffer fand nach Videobeweis keine Anerkennung. Ein dramatisches Finale, das mit einem verdienten Happy End für das Team von Trainer Danny Naud endete.

Für die Steelers geht es am Sonntag um 17 Uhr mit dem Auswärtsspiel bei den Bayreuth Tigers weiter.

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