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Tanzsport

Tanzclub und Residenz vorneweg

Vor prächtiger Kulisse in der Rundsporthalle gaben die Bundesliga-Absteiger beim ersten Durchgang der 2. Latein-Bundesliga Süd den Ton an. Ausrichter 1. Tanz-Club Ludwigsburg siegte vor dem TSC Residenz Ludwigsburg.

Geglückter Auftakt in die neue Saison: Die Lateinformation des 1. TC Ludwigsburg mit dem Tagespokal. Foto: privat
Geglückter Auftakt in die neue Saison: Die Lateinformation des 1. TC Ludwigsburg mit dem Tagespokal. Foto: privat

Ludwigsburg. Nach der Neuordnung der Ligen durch den Deutschen Tanzsportverband gibt es keine eingleisige 2. Bundesliga mehr. Die Teams tanzen jetzt in regionaler Ausrichtung in den drei Staffeln Süd, West und Nord. Im Süden brachten neben den beiden Ludwigsburger Formationen auch die TSG Bietigheim, der TSC Kirchheim/Teck und die TSG Backnang B zahlreiche Fans mit.

Im Vorfeld war nicht unbedingt damit zu rechnen, dass die beiden Absteiger von Beginn an im Gleichschritt vorneweg marschieren würden. Zu groß gestaltete sich der personelle Aderlass sowohl beim 1. TCL als auch beim TSC Residenz. In intensiven Trainingseinheiten mussten die neu aufgestellten Teams an die große Aufgabe herangeführt werden.

TCL-Trainer Alexander Schwaderer, der von Rainer Schönamsgruber und Tania Teschner unterstützt wird, musste praktisch die Hälfte seiner 16 Akteure ersetzen. „Einen so radikalen Umbruch hat es in den sieben Jahren, seit ich jetzt da bin, nicht gegeben“, berichtete Schwaderer. Sicherheitshalber kehrte er zur alten Erfolgschoreographie „Unstoppable“ zurück. Damit war der TCL 2014 in die Latein-Bundesliga aufgestiegen. Das Trainerteam vermittelte Formationsneulingen die ersten Grundlagen und schaffte es, dass die Tänzerinnen und Tänzer am Samstag beim Auftakt konditions- und willensstark auftraten. „Die Musik peitscht die Mannschaft immer weiter und sie haben das bis zur letzten Sekunde durchgezogen“, war der Coach begeistert, welches Tempo und welche Athletik seine Truppe trotz Verletzungsproblemen auf die Fläche brachte. Als Hingucker entpuppten sich die neuen Kleider der Damen.

Der TSC Residenz, der fünf neue Tänzerinnen und Tänzer aus seinem B-Team nach oben hievte, untermalte seine bisherige Musik „Sound of Sweden“ mit einer neuen Choreographie. Akrobatische Figuren und schnelle Rhythmen wechselten sich mit leisen Tönen und gefühlvollen Passagen ab. „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Es ist schön, dass der Plan aufgegangen ist“, gestand Trainer Klaus Pätzold.

Besonders gefallen hat ihm, dass seine Schützlinge die Nervosität der Vorrunde ablegen konnten: „Sie haben es geschafft, sich im Finale noch einmal zu steigern und sie haben die Vorgaben umgesetzt.“ Spaß, Emotionen, Energie – diese Elemente präsentierten beide Ludwigsburger Formationen.

TSG Bietigheim im großen Finale

Ins große Finale drang auch die Tanzsportgemeinschaft Bietigheim vor, die vom Trainerduo Stefan Cramer/Nadine Chifari betreut wird. Mit dem Thema „Stronger“ landete das Team auf Platz 6.

Aussichtsreicher Bewerber für die beiden Spitzenplätze, die zur Teilnahme am Aufstiegsturnier im Mai berechtigen, ist neben den Ludwigsburger Vertretern noch die Formationsgemeinschaft Rhein-Main, die am 1. Februar in Rüsselsheim den zweiten der fünf Durchgänge ausrichten wird. „Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen“, gibt sich Klaus Pätzold kämpferisch.

2. Bundesliga Latein, Großes Finale: 1.TC Ludwigsburg (1-1-2-3-1); 2. TSC Residenz Ludwigsburg (2-2-5-2-3); 3. FG Hofheim/Rüsselsheim/Fischbach (3-3-4-5-2); 4. TSG Badenia Weinheim (4-4-1-4-5); 5. TSC Rot-Gold Casino Nürnberg (5-5-6-1-4); 6. TSG Bietigheim (6-6-3-6-6).

Kleines Finale: 7. TSC Wallhausen (7-7-8-7-7); 8. 1. TSC Kirchheim unter Teck (8-8-7-9-8); 9. TSG 1846 Backnang B (9-9-9-8-9).

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