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Tanzen

TCL verpasst das Podest nur knapp

Den angestrebten Podestplatz hat der 1. Tanz-Club Ludwigsburg knapp verpasst. Beim Auftaktturnier der Standard-Bundesliga kam der dezimierte Gastgeber hinter Göttingen, Braunschweig und Nürnberg nur auf den vierten Platz.

Große Hypothek: Mit nur sechs statt acht Paaren geht der 1. TC Ludwigsburg aufs Parkett.Foto: Baumann
Große Hypothek: Mit nur sechs statt acht Paaren geht der 1. TC Ludwigsburg aufs Parkett. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Die Zuschauer in der Rundsporthalle erlebten zwei souveräne Vorstellungen des deutschen Meisters TSC Schwarz-Gold Göttingen, der die jahrelange Dominanz der Braunschweiger und Ludwigsburger endgültig gebrochen und sich mit seiner Choreographie „Happy Together“ an der Spitze etabliert hat. Von sechs der sieben Wertungsrichter wurden die Göttinger auf Platz 1 gesetzt, Braunschweig mit der Kür „Light&Darkness“ erhielt sechsmal die Zwei.

Das Duell um Rang 3 endete mit einem hauchdünnen Vorteil für den TSC Rot-Gold Casino Nürnberg, der sich mit 4:3 Stimmen gegen den TC Ludwigsburg durchsetzte. Für die TCL-Formation erwies es sich als große Hypothek, dass sie nur mit sechs statt der üblichen acht Paare antreten konnte.

„Mit sechs Paaren kann man maximal Dritter werden. Es war ganz eng, aber jammern hilft nichts. Da müssen wir jetzt durch“, erklärte Trainer Norman Beck, der überzeugt ist, „dass das Ergebnis mit maximaler Mannschaftsstärke ganz anders ausgesehen hätte“.

Zudem verwies er auf die Verjüngung seines Teams. Youngster Emanuel Brajinovic aus dem TCL-Talentschuppen gab sein Debüt in der Formation, Lars Kasanjov tanzte erst sein zweites Bundesligaturnier. „Sie haben sich ganz gut geschlagen“, sprach Beck den Neulingen Mut für die kommenden Aufgaben zu.

Die Nervosität war natürlich groß und es konnte nicht ausbleiben, dass manches Bild der neuen Choreographie „Avalon“ asymetrisch ausfiel. Und auch „das Aufgeregte auf der Fläche“, so Beck, müsse man noch besser in den Griff bekommen.

Schon morgen kommt die Mannschaft zur Nachlese wieder im Tanzsportzentrum zusammen, um das schlechteste Bundesligaergebnis seit 1998 zu analysieren. In den verbleibenden vier Turnieren (25. Januar Nienburg, 8. Februar Göttingen, 22. Februar Braunschweig, 7. März Nürnberg) geht der Kampf mit Nürnberg um Platz 3 weiter.

Am 8. Februar wird es allerdings eine neuerliche Umstellung im Team geben. In Göttingen nimmt die Frankfurterin Anna-Sophia Hahn den Platz von Ludmila Radiush ein, weil das Visum der Weißrussin abläuft und sie in ihre Heimat zurückkehren muss.

Großes Finale: 1. TSC Schwarz-Gold Göttingen (2-1-1-1-1-1-1)

2. Braunschweiger TSC (1-2-2-2-2-2-2)

3. TSC Rot-Gold Casino Nürnberg (4-3-3-4-3-3-5)

4. TC Ludwigsburg (3-4-4-3-4-4-3)

5. TSC Blau-Gold Nienburg (5-5-5-5-5-5-4)

Kleines Finale: 6. TSV Bocholt (6-6-6-7-6-6-6)

7. Tanzclub Bernau (7-7-8-6-7-7-8)

8. FG Hofheim/Friedberg/Gießen (8-8-7-8-8-8-7)

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