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Torjäger Weßeling will mit der SG BBM Bietigheim gegen HC Elbflorenz die Trendwende

Die SG BBM Bietigheim ist mit dem bisherigen Saisonverlauf ebenso unzufrieden wie der HCElbflorenz. Am Freitag treffen die Handball-Zweitligisten in der MHP-Arena aufeinander. „Wir müssen es abrufen“, sagt SG-Toptorjäger Sven Weßeling.

Sven Weßeling. Foto: Baumann
Sven Weßeling. Foto: Baumann

Ludwigsburg/Bietigheim-Bissingen. Am Freitagabend treten die Zweitliga-Handballer der SG BBM Bietigheim erstmals in dieser Saison in der Ludwigsburger MHP-Arena an. Um 19Uhr ist der HC Elbflorenz aus Dresden zu Gast. Ob sich das überhaupt wie ein Heimspiel anfühlt? „Für mich ist das schwer zu sagen, weil ich dort noch nie gespielt habe“, sagt SG-Toptorjäger Sven Weßeling.

Weil die Bietigheim Steelers in der DEL die Eisbären Berlin empfangen, müssen die Handballer auf die MHP-Arena ausweichen. Das ist nicht das erste Mal der Fall, aber Weßeling spielt erst seit Sommer in Bietigheim und kennt die Ludwigsburger Spielstätte deshalb nicht. „Mir gefällt die Region. Bietigheim ist gemütlich und in der Umgebung gibt es mit Stuttgart auch eine größere Stadt. Die Mannschaft hat es mir sehr einfach gemacht, mich einzufinden“, sagt der vom Ligarivalen TV Emsdetten gekommene Königstransfer. Mit 72 Treffern gehört der linke Rückraumspieler zu den torgefährlichsten Akteuren der 2.Liga. „Sportlich ist er ein sehr kompletter Spieler. Eine echte Säule in der Abwehr und vorne sehr effektiv“, sagt SG-Sportdirektor Jochen Zürn.

Weßeling ist mit dem Handballsport aufgewachsen. Sein Vater Martin war ebenfalls Spieler in der 2. Liga. Sein fünf Jahre älterer Bruder Lutz spielt beim Drittligisten TSG A-H Bielefeld. Vorgezeichnet war sein Weg aber nicht unbedingt. „Ich habe auch lange Tennis gespielt, das macht mir auch heute noch extrem viel Spaß“, berichtet Weßeling. Doch weil Zuhause und im Garten ständig der Handball durch die Gegend flog, war die Leidenschaft für den Mannschaftssport größer. „Als es der schulische Aufwand größer wurde, war klar, dass ich mich entscheiden muss.“

Also setzte Weßeling auf den Handball – und wurde belohnt. Schon mit 17 Jahren kam er beim TV Emsdetten in der 2. Liga zum Einsatz und entwickelte sich zum Spitzenspieler. Nach 13 Jahren im Verein erfolgte im Sommer der Schritt an die Enz: „Ich habe bemerkt, dass ich eine Veränderung brauche, um weiterzukommen. Das tut sportlich und menschlich gut.“

Mit der SG BBM will er nun angreifen. Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist er nach elf Spielen und Rang10 nicht zufrieden: „Das ist etwas ernüchternd. Wir stellen uns vor, oben mitzumischen und das ist auch das, was wir können“, sagt Weßeling. „Wir müssen es abrufen.“ Dazu braucht es am Freitag einen Sieg gegen Dresden. Den Sachsen wurde ebenfalls eine Spitzenrolle zugetraut, aktuell stehen die Gäste aber nur auf Platz 16.

Info: In der MHP-Arena gilt die 2-G-plus-Regel. Lediglich vollständig geimpfte und genesene Personen dürfen in die Arena. Dieser Personenkreis muss zusätzlich einen negativen Schnelltest mit sich führen. Die maximale Auslastung der Arena beträgt 50 Prozent, also 1900 Zuschauer.

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