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Versteigerung für den guten Zweck

58 Künstler haben „Frauen für Frauen“ Werke gespendet – Ausstellung im Landratsamt – Gebote bis 30. September

Diese vier Kunstwerke werden neben 75 anderen bei der Auktion angeboten.Fotos: privat
Diese vier Kunstwerke werden neben 75 anderen bei der Auktion angeboten. Foto: privat
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Unter der Schirmherrschaft von Landrat Dietmar Allgaier ist das Atrium im Landratsamt seit dieser Woche eine große Kunstbühne. 58 Künstlerinnen und Künstler haben dem Verein Frauen für Frauen 79 Kunstwerke gespendet, deren Einnahmen dem Verein zugute kommen.

Der Verein betreibt das einzige Frauenhaus im Landkreis, in dem Frauen mit ihren Kindern vor häuslicher Gewalt Schutz und Zuflucht finden können. In der Interventionsstelle wird Frauen nach einem Polizeieinsatz wegen häuslicher Gewalt beratend zur Seite gestanden und im Projekt KiZ (Kinder im Zentrum) können die Kinder in Gruppenangeboten das Erlebte aufarbeiten und können wieder Kind sein, so der Verein in einer Mitteilung.

Darüber hinaus ist Frauen für Frauen Träger verschiedener Fachberatungsstellen zu häuslicher und sexualisierter Gewalt sowie Essstörungen. Diese Arbeit wird vom Land Baden-Württemberg, dem Landkreis und der Stadt Ludwigsburg finanziell unterstützt. Doch der Verein müsse jedes Jahr eine stattliche Summe an Spenden aufbringen.

„Aufgrund meiner beruflichen Erfahrung als Frauenärztin weiß ich, wie ungerecht es in unserer Gesellschaft zugeht, und freue mich, einen Beitrag leisten zu können“, sagt Susanne Thumm, die auch ein Kunstwerk gespendet hat. Und Spenderin Christiane Goerlich ergänzt: „Das Frauenhaus ist für mich ein wichtiger Raum, in dem Frauen ihre innere Stimme wieder finden und leben können.“ Beide Frauen sprechen damit dem Anliegen des Vereins aus der Seele. Mit dieser Benefizausstellung könnten viele Menschen erreicht werden, damit jede Frau im Landkreis Ludwigsburg wisse, wo sie Hilfe und Schutz bei häuslicher Gewalt findet.

Natürlich spiele aber auch der finanzielle Aspekt dabei eine Rolle. Der Künstler Otto Beer aus Murr meint dazu: „Diese gesellschaftlich und menschlich sehr wichtige Arbeit ist es wert, dass man sie unterstützt, weshalb ich sehr gerne einen Teil dazu beitrage.“

Diesen Gedanken sind viele weitere Künstler gefolgt und somit sei eine sehr ansprechende Mischung aus Fotografien, Acrylarbeiten, Radierung, Hinterglasmalereien und Skulpturen entstanden. Nationale und internationale Künstler sind dabei. Auch das Museum Würth hat fünf Kunstwerke gespendet.

79 Kunstwerke werden im Atrium des Landratsamts bis zum 30. September ausgestellt und können online auf der Homepage www.frauenfuerfrauen-lb.de bis zu diesem Tage über das Internet ersteigert werden. Es besteht die Möglichkeit, sein Gebot auch beim Verein unter kunst@frauenfuerfrauen-lb.de per Mail abzugeben. Der Verein steht gerne für Rückfragen zur Verfügung.

Getreu nach dem Motto „tue Gutes“ kann man dem Verein und nichts zuletzt aber auch sich selbst etwas Gutes tun, indem man am Ende der oder die Meistbietende war und das Kunstwerk stolz mit nach Hause nehmen kann.

Die Versteigerung endet am 30. September. Der Verein plant zusammen mit Landrat Dietmar Allgaier, der Bürgermeisterin Andrea Schwarz, der Leiterin des MIK Dr. Alke Hollwedel, dem Fotografen Günther Raupp, der Kunstexpertin Dr. Carla Heussler und der Musikgruppe Icarus eine Finissage mit einer Vor-Ort-Versteigerung einiger Kunstwerke.

Laut Corona-Verordnung dürfen maximal 75 Menschen im Atrium unter der Voraussetzung der 3-G-Regeln daran teilnehmen. Um schriftliche Anmeldungen wird unter kunst@frauenfuerfrauen-lb.de gebeten. Die Versteigerung wird auch im Livestream übertragen.

Sollte die Finissage am 30. September wegen Corona nicht möglich sein, so endet die Kunstversteigerung um 23.59 Uhr und es bleibt bei einer reinen Internetversteigerung. Weitere Infos immer aktuell unter www.frauenfuerfrauen-lb.de. (red)