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Ville Järveläinen erweist sich als Steelers-Schreck

Fünf Tore von Bayreuths Torjäger Ville Järveläinen waren eine zu schwere Hypothek für den Eishockey-Zweitligisten Bietigheim Steelers.

Steelers-Coach Daniel Naud.Foto: bm
Steelers-Coach Daniel Naud. Foto: bm

Bayreuth/Bietigheim-Bissingen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Naud, die am Freitag nach einem Kraftakt noch die Ravensburg Towerstars mit 2:1 in die Knie zwang, musste gestern bei den Bayreuth Tigers mit 4:7 die Segel streichen.

Dabei holten die Steelers einen 1:3-Rückstand auf, führten zwischenzeitlich mit 4:3, kassierten dann aber in den letzten fünf Minuten noch vier Gegentreffer.

Verteidiger Max Renner war gestern nach längerer Verletzungspause wieder ins Aufgebot zurückgekehrt, doch Tigers-Topscorer Ville Järveläinen rückte mit zwei Treffern (6. und 13. Minute) schnell in den Blickpunkt.

Naud schickte daraufhin Leon Doubrawa für Cody Brenner ins Tor und Evan Jasper verkürzte auf 1:2 (15.). Järveläinens drittes Tor (22.) beantwortete Bietigheim mit drei Treffern durch Robin Just (26.), Norman Hauner (28.) und Brett Breitkreuz (38.) Die Schwaben schienen auf Siegkurs zu liegen, doch Bayreuth drehte in der Schlussphase noch einmal kräftig auf und drehte das Match erneut. Moritz Schug (55.), Tim Zimmermann (56.) und noch zweimal Järveläinen (58., 60.) ließen ratlose Steelers zurück.

Am Freitagabend war auf dem Eis der Ege Trans-Arena bereits Play-off-Atmosphäre zu spüren. Bietigheim gegen Ravensburg entwickelte sich zu einem Duell zweier DEL-2-Spitzenteams. Hohes Tempo und Intensität über die gesamte Spielzeit sorgten für Spannung tatsächlich bis zur allerletzten Sekunde.

Dass es nach 60 Minuten 2:1 stand statt 5:5, lag in erster Linie an den herausragenden Vorstellungen der beiden Torhüter Cody Brenner und Olafr Schmidt. „Ich freue mich für Cody, er hat sehr gut gehalten“, bewertete Steelers-Coach Daniel Naud die Leistung gewohnt sachlich.

Sein Team entwickelte immer mehr Spielfreude und wurde zweimal für präzises Kombinationsspiel belohnt. Matt McKnight, seit Jahren einer der herausragenden Akteure der Liga, vollendete zweimal, doch nach Ravensburgs Anschlusstreffer durch Andrew Kozek bahnte sich eine dramatische Schlussphase an.

„Da klopft das Herz etwas schneller“, räumte Naud ein, als innerhalb von 41 Sekunden Benjamin Hüfner und Tim Schüle auf die Strafbank geschickt wurden und Towerstars-Trainer Marc Vorderbrüggen auch noch seinen Keeper vom Eis nahm: Sechs Ravensburger Feldspieler drängten gegen drei Bietigheimer vehement auf den Ausgleich.

Mit der Schlusssirene jubelten plötzlich die Gäste, doch nach Videosichtung der Szene entschieden die Schiedsrichter, dass der Puck die Torlinie nicht überschritten habe. Das Glück hatten sich die Steelers diesmal durchaus verdient.

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