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Wellarium soll am 1. Mai öffnen

Trotz aller Unwägbarkeiten, die es aufgrund der Corona-Pandemie gibt: Die Gemeinderäte in Murr und Steinheim haben einmütig grünes Licht dafür gegeben, die Eröffnung des Wellariums am 1. Mai vorzubereiten. Im Wesentlichen soll das im vergangenen Jahr eingeführte Hygienekonzept wieder umgesetzt werden.

Die Vorbereitungen laufen: Der Außenbereich des Freibadkiosks wird für die neue Saison ansprechender gestaltet, schadhafte Fliesen in den Becken repariert oder erneuert. Fotos: Holm Wolschendorf
Die Vorbereitungen laufen: Der Außenbereich des Freibadkiosks wird für die neue Saison ansprechender gestaltet, schadhafte Fliesen in den Becken repariert oder erneuert. Foto: Holm Wolschendorf
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Murr/Steinheim. Aktuell weiß niemand, wie sich die Infektionen entwickeln werden und was in rund sechs Wochen möglich sein wird. Dennoch besteht in den politischen Gremien der beiden Trägerkommunen Murr und Steinheim Einigkeit darüber, das Freibad auch in der Saison 2021 zu öffnen – im Zweifelsfall auch mit Verspätung. „Das sind wir unserer Bevölkerung schuldig“, bekräftigte der Murrer Marcus Leibbrandt (Freie Wähler) und Thomas Utz von der SPD erinnerte an das „Chaos“ in Oberstenfeld, „das gezeigt hat, dass wir im vergangenen Jahr richtig gehandelt haben.“ Das Oberstenfelder Bad war 2020 nach langem Hin und Her geschlossen geblieben, das Wellarium öffnete.

Murrs Bürgermeister Torsten Bartzsch verwies vor seinem Gemeinderat auf die guten Erfahrungen, die man im vergangenen Jahr mit dem Hygienekonzept gemacht habe: „Das hat sich bewährt“. Deshalb wird es auch in dieser Saison wieder zwei Schichten geben, eine vormittags von 8 bis 13 Uhr und eine nachmittags von 14 bis 19 Uhr; neu ist ein Frühschwimmerangebot dienstags und freitags von 6 bis 7.30 Uhr. Errechnet anhand der Größe der Liegeflächen, durften im vergangenen Sommer pro Schicht 1095 Badegäste ins Wellarium. „Falls während der Saison Lockerungen möglich und mehr Besucher zulässig sind, werden wir das umsetzen“, versprach der Bürgermeister.

Die Eintrittspreise bleiben unverändert, somit zahlen Erwachsene vier Euro pro Schicht, der ermäßigte Preis liegt bei 2,50 Euro. Frühschwimmer müssen generell drei Euro berappen. Wie 2020, so wird es auch in diesem Jahr weder einen Vorverkauf noch einen Verkauf von Dauerkarten geben; die Eintrittskarten werden zudem nur online vertrieben.

Noch in der technischen Prüfung befindet sich laut Bartzsch der Vorschlag, den „treuen Dauerbadegästen“ etwas entgegenzukommen. Dafür ist ein Wertkartensystem mit einem entsprechenden Rabatt vorgesehen. Dieses Angebot umzusetzen, ist jetzt Aufgabe der Firma, die das Kassensystem geliefert hat.

Derweil liegen die in diesem Winterhalbjahr vorgesehenen Arbeiten im Zeitplan: So wird der Vorplatz des Kiosks mit Sonnenschirmen, neuem Pflasterbelag und neuen Möbeln aufgewertet, es wird auch eine Pergola mit Schattenplätzen geben. Der Fahrradabstellplatz direkt am Wellarium wird zudem mit Fahrradbügeln und Bäumen ansprechender gestaltet. Laut Torsten Bartzsch sollen die Arbeiten Mitte April abgeschlossen sein.

Das Wellarium wurde 2020 am 22. Juni geöffnet und zählte in der verkürzten Saison gut 72000 Besucher. Die Einnahmen halbierten sich im Vergleich zu einer normalen Freibadsaison.

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