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Weru will in der Region wachsen

Schwäbischer Fenster- und Türenhersteller setzt auf Bodenständigkeit, Lifestyle und modernste Technik

Auf sogenannten Hebetischen werden die großen Fenster- und Türenelemente bei Weru gebaut. Fotos; Weru
Auf sogenannten Hebetischen werden die großen Fenster- und Türenelemente bei Weru gebaut. Fotos; Weru
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Rudersberg/Ludwigsburg.. Gutes Raumklima, viel Licht in den Räumen, gute Wärmedämmwerte und Sicherheit – fast jeder denkt an solche Begriffe, wenn es um Fenster, Balkontüren oder Haustüren geht. Besonders in Rudersberg, wo sich ein schwäbisches Traditionsunternehmen seit 177 Jahren darum kümmert, dass seine Kunden in der Region beim Blick in den Garten auch den Durchblick behalten.

„Wir haben uns im vergangenen Jahr intensiv mit der Marke beschäftigt“, betont Stefan Löbich, Geschäftsführer des Fenster- und Türenherstellers Weru. Und mit dem gesamten Sortiment. Denn die Marke war „etwas in die Jahre gekommen“ und für die Endkunden im Häuslebauer-Land über viele Jahre „nicht wirklich greifbar“. So waren den Rudersbergern nicht zuletzt auch Marktanteile verloren gegangen.

Stefan Löbich, der Mitte 2019 seinen Chef-Posten in Rudersberg antrat, leitete einen Konsolidierungskurs ein, um mit Weru, immerhin eines der führenden Unternehmen der Branche in Deutschland und Europa, wieder durchstarten zu können. Ohne dabei die „schwäbischen Wurzeln“ des Unternehmens und die „Bodenständigkeit des Mittelstandes“ zu vergessen.

Gleichzeitig setzt man bei Weru auf Lifestyle, frische Farben, Flexibilität und neueste Technik. „Wir können alle Türen und Fenster bauen, die man sich vorstellen kann“, zeigt sich der Chef selbstbewusst. Vieles können die Kunden mit dem Weru-Konfigurator im Internet ausprobieren. Löbich will auch eine stärkere Verbindung mit den Fachhändlern, von denen es auch etliche in Ludwigsburg gibt, um mit diesen verstärkt auf die Endkunden zuzugehen. „Wir wollen in unserer Heimatregion in Abstimmung mit den Fachhändlern stärker in den Markt rein“, erklärt Löbich, sozusagen „rund um den Kirchturm“, in einem Umkreis von etwa 50 Kilometern um den Firmensitz in Rudersberg. Die kaufkraftstarke Region mit dem Stuttgarter Raum, dem Kreis Ludwigsburg, Heilbronn und dem Rems-Murr-Kreis gehört dazu.

„Fenster und Türen werden heute anders gekauft. Die Leute informieren sich im Internet und gehen mit ihren Infos und Vorstellungen zu den Fachhändlern“, betont Löbich. „Smarthome-Lösungen sind für uns ein Kernthema“, sagt der Weru-Chef. Dazu zählen auch Lüftungs- und Sicherheitssysteme für Fenster und Türen.

Löbichs Strategie geht auf, denn auch die Coronakrise hat dem Fensterhersteller wie auch dem gesamten Bausektor wenig anhaben können. So stimmen die Verkaufs- und Geschäftszahlen. 160 Millionen Euro Umsatz und ein operatives Ergebnis von 1,5 Millionen Euro hat Weru 2019 erzielt. Auch im Coronajahr 2020, in dem 400000 Fenster und Balkontüren sowie 21000 Haustüren verkauft werden konnten, lief es recht gut. So konnte die trotz des Lockdowns hohe Nachfrage auf dem Heimatmarkt die Einbrüche durch die Krise in den Auslandsmärkten wie Italien, Spanien, aber auch in den USA sowie China ausgleichen. Diese stehen für 20 Prozent des Umsatzes von Weru und der Schwestermarke Unilux. „Wir sind über dem Plan“, freut sich Löbich. „Wir wollen wachsen, aber nicht um jeden Preis“, beschreibt der Geschäftsführer das Ziel des Unternehmens..

Die positive Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die Belegschaft, die während der Pandemie sogar nochmals leicht auf 1180 Beschäftigte ausgebaut werden konnte. Mit mobilem Arbeiten in der Verwaltung und entsprechenden Hygienemaßnahmen in der Produktion sieht man sich bei Weru „in engem Schulterschluss mit dem Betriebsrat“ angesichts der Coronapandemie gut aufgestellt. So hat es bei Weru in Rudersberg in der Coronazeit nur einen positiven Test gegeben. „Wir sind sicher unterwegs“, betont Löbich. Im Januar erst seien alle Beschäftigten auf Corona getestet worden.

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