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Eglosheim

Zwergmispeln wegen Ratten gerodet

Essensreste hatten die Tiere angelockt – Stadt sieht keinen signifikanten Anstieg an Fällen seit Anfang des Jahres

Am Kelterplatz in Eglosheim musste die Stadt gegen Rattenbefall vorgehen. Foto: Andreas Becker
Am Kelterplatz in Eglosheim musste die Stadt gegen Rattenbefall vorgehen. Foto: Andreas Becker

Aufgrund von Rattennestern musste in Eglosheim die Bepflanzung unter den Bäumen am Kelterplatz entfernt werden. Nach Angaben der Stadt waren es aber nicht die dort gepflanzten Zwergmispeln, welche die Nager angelockt hatten. Vielmehr waren es die Essensabfälle, die Passanten unter die Bäume geworfen hatten. Die Pflanzen mussten dennoch entfernt werden, um die Behausungen besser erkennen zu können. Auf diese Weise könnten sich Ratten auf allen Arten von Grünflächen einnisten. Wie sonst üblich, wurde ein Schädlingsbekämpfer beauftragt, der auf den Flächen solange gesicherte Köder auslegt, bis sie „befallsfrei“ seien.

Im Stadtgebiet zeichnen sich unterschiedliche Bilder bei der Rattenpopulation. In der Innenstadt wurden seit Beginn des Jahres nicht mehr Fälle gemeldet als sonst – hier gab es 20 Meldungen. In den Stadtteilen habe die Anzahl zwischen März und Juni leicht zugenommen. Hier waren es seit Jahresanfang etwa 75 Fälle. Einen Hotspot für Ratten gebe es nach Angaben der Stadtverwaltung nicht. Auch gebe es insgesamt keine signifikante Zunahme an Fällen in der Stadt.

Noch im vergangenen Sommer musste der Kindergarten in der Oberen Marktstraße wegen Rattenbefalls ausgelagert werden. Schädlingsbekämpfer Jürgen Dobusch hatte damals unter anderem mit Kontaktschaum gearbeitet, den er in die Rattenlöcher gefüllt hatte. Als die Ratten verschwunden waren, hat die Stadtverwaltung einen Teilbereich des Außengeländes ausgegraben und neu mit Erde verfüllt, hieß es seitens der Stadt. „Wir bekommen selten tote Ratten zu sehen. Die ziehen sich in ihre Nester zurück, und die befinden sich unter der Erde“, erklärt Dobusch. Deshalb sei die Erde ausgetauscht worden. „Wir wollten, dass wirklich alles gesäubert ist.“

Auch wenn das Problem an dieser Stelle behoben wurde, sprach Dornbusch damals von einem „explodierenden“ Problem. Dem sich nicht nur Ludwigsburg stellen muss, sondern auch andere Städte wie Köln.

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