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Das sagen die Wahlprogramme der Parteien zu den Kernpunkten zur Wirtschaftspolitik

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Die Grünen stellen den sozial-ökologischen Wandel in den Mittelpunkt ihrer Wirtschaftspolitik. Ökonomie, Ökologie und Soziales wollen sie verbinden, um zukunftssichere Jobs zu schaffen. Baden-Württemberg soll zum Vorreiter werden für nachhaltigen Wohlstand mit einer klima- und ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft. Sie wollen in einen Strategiedialog mit Automobilwirtschaft, Wissenschaft und Umweltverbänden treten, damit das emissionsfreie Auto der Zukunft im Südwesten entwickelt und gebaut wird.

Die CDU plädiert für eine Wirtschaftspolitik, die auf die Herausforderungen des Klimawandels eingeht und dabei Ökonomie, Ökologie und Soziales sinnvoll miteinander verbindet. Nicht Verbote, sondern Rahmenbedingungen sollen die unternehmerische Freiheit und Innovationen ermöglichen. Auf Bundesebene wird eine Unternehmenssteuerreform angestrebt, die im weltweiten Wettbewerb mithalten kann und Firmen finanzielle Spielräume für Digitalisierungs- und Klimaschutzinvestitionen ermöglicht.

Die SPD will die Beschäftigten von heute auf die Arbeit von morgen vorbereiten. Ziel ihrer Wirtschaftspolitik ist, Baden-Württemberg dauerhaft zu positionieren als Musterland für Spitzentechnologie, Wohlstand, gute Arbeit und den ökologisch-sozialen Umbau der Arbeitswelt. Die SPD setzt sich ein für Beschäftigungssicherung, eine Fachkräfte-Offensive und die Aus- und Weiterbildung. Sie will die Tarifbindung stärken und fordert gleichen Lohn für Frauen. Die Forschungsmittel für alternative Mobilität will sie erhöhen.

Die AfD will eine bürger-orientierte Wirtschaftspolitik. Sie plädiert für die Senkung der Steuern und Abgaben sowie für mehr Steuergerechtigkeit. Der Mittelstand sowie kleine und mittlere Firmen, die laut AfD 98 Prozent der Unternehmen ausmachen und den Wohlstand im Land sichern, sollen durch Entlastung und Bürokratieabbau stärker gefördert werden. Die AfD fordert auch die Abschaffung von Substanzsteuern wie der Erbschaft- und Schenkungssteuer und lehnt eine Vermögensteuer ab.

Die FDP will eine Wirtschaftspolitik für leistungsstarke Firmen machen. Deshalb will sie ein Wirtschaftsministerium schaffen, das die Zuständigkeiten für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Infrastruktur zusammenfasst. Sie fordert den Abbau unnötiger Bürokratie. Für die FDP haben private Firmen Vorrang vor Unternehmen der öffentlichen Hand. Auch soll das Tariftreue- und Mindestlohngesetz abgeschafft werden. Der Mittelstand soll etwa durch neue Gewerbegebiete weiterhin unterstützt werden.

Die Linkspartei stellt den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Wirtschaftspolitik und nicht Unternehmensgewinne. Sie fordert einen Privatisierungsstopp: Öffentliche Daseinsvorsorge muss in öffentlicher Hand bleiben. Die Mitbestimmung der Belegschaft in Aufsichtsräten soll mit einem Vetorecht gegen Massenentlassungen und Standortschließungen gestärkt werden. Infrastruktur und Schlüsselindustrien sollen in Eigentumsformen überführt werden, die demokratischer Kontrolle zugänglich sind.