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LKZ-HERBST-LESERREISE

Heiß, laut, lässig

130 Leser erlebten im November Argentinien, Uruguay und Brasilien

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Foz de Iguaçu, die größten Wasserfälle der Welt, von der brasilianischen Seite aus gesehen.Alle Bilder: Udo Jansen
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In La Boca, einem ehemaligen Arbeiter-, heute Künstlerviertel in Buenos Aires.
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Urviecher im Vogelpark von Iguaçu.
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Avenida 9 de Julio in Buenos Aires, einst breiteste Straße der Welt.
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Maximalschüttung des "Großen Wassers" Iguaçu im November 2017 mit etwa 6000m3/sec.
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Picanha - gegrillter Tafelspitz - im Grillrestaurant, einer Churrascaria.
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Prachtvoll - Das Teatro Municipal in Rio de Janeiro
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Blick vom 710 Meter hohen "Buckligen", dem Christus-Berg Corcovado, auf den 396 Meter hohen Pao de Açzúcar, den Zuckerhut, in Rio.
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Fassadenkunst in La Boca, Buenos Aires.
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Öffnet sich bei Sonnenschein: Floralis Generica
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Schriftzug wird zum neuen Wahrzeichen.
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Argentinien, Uruguay und Brasilien. Kein Passant geht bei Rot über die bis zu 22 Fahrspuren der Avenida 9. Juli im Zentrum von Buenos Aires. Mehr als ein Viertel der 45 Millionen Argentinier lebt in der Hauptstadt. Der Rest, im wahrsten Sinne des Wortes, in der Pampa. Dabei ist das Land annähernd achtmal so groß wie Deutschland.

Noch immer leiden viele Argentinier unter den Folgen der Militärdiktatur von 1976 bis 1983. Noch immer gedenken jeden Sonntag auf der Plaza de Mayo Demonstranten der 30 000 verschwunden Opfer aus dieser Zeit.

Ebenso wie Buenos Aires besticht auch Montevideo, die Hauptstadt Uruguays, mit einem gewissen morbiden Charme – großartige, pulsierende Metropolen, die aber schon bessere Tage gesehen haben, meinen auch die Ludwigsburger.

„Ihr wart in Argentinien?“, fragt Marcello, ein junger brasilianischer Reiseführer in Foz de Iguaçu. „Oh, die dort immer traurig, tanze Tango, alles schwer, Frau weg? Weinen. Jetzt ihr seid in Brasilien, alles fröhlich, tanze Samba, alles leicht. Frau weg? Egal, gibt es viele andere.“

Brasilien ist reich. Leider kommt dieser Reichtum bei einem Großteil der Bevölkerung des von Korruption gebeutelten Landes nicht an.

Brasilien ist groß. Deutschland passt etwa 24-mal in die Gesamtfläche des fünftgrößten Landes der Welt, das in seiner Ausdehnung vergleichsweise vom Nordkap bis nach Nordafrika und von Lissabon nach Moskau reicht.

Dreimal mächtiger als die Niagarafälle in Nordamerika und zehnmal breiter und dreimal höher als der Rheinfall präsentiert sich der größte Wasserfall der Welt: Foz de Iguaçu. Die schiere Größe der Fälle verschlägt einem den Atem. Nicht nur der Gischt wegen haben die Ludwigsburger auch Stunden nach ihrer Exkursion noch glänzende Augen. „Jetzt ihr müsst trinken Caipirinha, keine Pampa-Matetee mehr“, meint Marcello. „Immer zwei oder drei, dann ihr seid endlich angekommen in Brasil!<<<<<<<<<<<2

"Caipi" wird hier grundsätzlich mit weißem Rohrzucker zubereitet und mit ganzen Eiswürfeln, niemals mit zerstoßenem Eis oder billigem Cachaça, dem brasilianischen Zuckerrohrschnaps.

Rio: Allein seiner Topographie wegen, eingebettet zwischen weißen Stränden und schroffen Felsen wie Zuckerhut und Corcovado, präsentiert sich Rio de Janeiro als eine der schönsten Städte der Welt.

Zufällig erlebt ein Teil der Mitreisenden Rios große Schwulen- und Lesbenparade. Homosexuelle Handlungen werden in Brasilien bereits seit 1823 nicht mehr strafrechtlich verfolgt, in Deutschland in vollem Maße erst seit 1994.

Übrigens: An den Strand nimmt man in Brasilien nichts mit. Man zieht sich aus und an, aber nicht um. Geht man ins Wasser, trocknet einen anschließend die Sonne. Und die scheint an fast 300 Tagen im Jahr.