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Eine Reise in die Vergangenheit

Nicht nur alte Steine

Naturwunder und kulturelle Höhepunkte in sechs Ländern

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Mittelmeerkreuzfahrt. Trümmersafari! So nennen die einen die Fahrt zu antiken und historischen Schauplätzen. Erbauung, auch im wörtlichen Sinne, sagen die anderen, wenn Steine sprechen und Ruinen im Geiste wieder auferstehen.

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Leserreisen - Kreuzfahrt Mittelmeer

Stationen einer Reise: Barcelonas Sagrada Família, die Kathedrale des Jugendstilarchitekten Antonio Gaudi, soll nach 144-jähriger Bauzeit im Jahre 2026 fertiggestellt werden. Das ist Gaudis 100. Todestag. Er wurde 1926 von einer Straßenbahn überfahren.

Hannibal, verschiffte im Jahre 218 v. Chr. seine Kriegselefanten von Karthago nach Alicante und marschierte von dort aus Richtung Italien. Bis er die Alpen erreichte, legte er bereits über 1.000 Kilometer zurück.

Seit 1370 verehrt man in Cagliari, Sardinien, eine Marienfigur, die als Heilige Jungfrau von Bonaria Schutzpatronin aller Seeleute werden sollte. Bonaria heißt "gute Luft". Als Dank seiner stürmischen Atlantiküberquerung nannte Pedro de Mendoza, ein spanischer Konquistador, den Ort seiner Landung Bonaria, heute: Buenos Aires.

Nicht der Vesuv allein ist für Neapel gefährlich. Es sind vor allem die so genannten Phlegräischen Felder, ein Supervulkan, ein schlafender Drache tief unter der Erde, der die gesamte Region bedroht. Kein Wunder, dass in Kampanien die meisten Heiligen Italiens verehrt werden.

Eines der schönsten römischen Amphitheater liegt in Taormina. Schon die Griechen bauten an dieser Stelle ein Theater mit der atemberaubenden Kulisse, einem Blick auf den 3.300 Meter hohen Ätna. Hinter den Sitzreihen reicht der Blick 200 Meter hinab auf das tiefblaue Meer.

Malta blickt auf eine der wechselhaftesten Geschichte im gesamten Mittelmeerraum zurück. Bis zu 5.800 Jahre alte Megalithbauten und der befestigte Hafen von Valletta zeugen auch heute noch davon. Woher das Geld für Vallettas Festungsbauten stammt? Der maltesische Johanniterorden beerbte den in Ungnade gefallenen Templerorden, dessen Schatz bis heute nicht gefunden wurde.

Das weltbekannte Orakel von Delphi wurde bis zum Jahr 391 n. Chr. durch eine Jungfrau aus dem Dorf verkörpert, die Rolle der Pythia einnahm. Nur an bestimmten Tagen im Jahr gab sie Weissagungen von sich, angeblich unter Drogeneinfluss. Findige Priester des Apollonheiligtums ließen sie die Weissagungen gut bezahlen und interpretierten sie nach Gutdünken.

Sisi, Kaiserin Elisabeth von Österreich, ließ auf ihrer Lieblingsinsel Korfu den im klassizistischen Stil erbauten Palast Achilleion errichten. Bevor es zu einer der Hauptsehenswürdigkeiten der Insel wurde, diente es unter anderem als Lazarett und Spielkasino.

Die Einfahrt in die Bucht von Kotor in Montenegro erinnert an einen norwegischen Fjord. Ist es aber nicht. Nicht Gletscher formten die Landschaft, sondern ein Fluss. Kotor selbst behauptete sich mit seiner Stadtmauer allen Angriffen der Osmanen und Piraten. Die Mauer zieht sich vom Hafen bis zur 260 Meter hoch gelegenen, die Bucht beherrschenden Festung.

Ein Krawattenladen in Split weist darauf hin, dass das Wort Krawatte aus dem Französischen stammt, entlehnt von Hrvati. So nennen sich die Kroaten in ihrer Landessprache. Einst zierte ein Halstuch deren Tracht.

Im kroatischen Krka-Nationalpark wurden ebenso wie bei den Plitvitcer Seen in den sechziger Jahren die Winnetou-Filme mit Pierre Brice und Lex Barker gedreht. Bei einem Spaziergang entlang den Wasserfällen schein auch heute noch jeden Augenblick Winnetou um die Ecke zu biegen.

Abschließend noch ein Tipp fürs Leben: Venedig sollte man sehen, aber sterben lieber daheim.

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