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17-Jähriger beschädigt Rettungswagen

Weil sich seine 18-jährige Freundin in einem psychischen Ausnahmezustand befand, hat ein 17-Jähriger am Sonntag gegen 2.45 Uhr im Freiberger Ortsteil Beihingen den Rettungsdienst alarmiert. Die Sanitäter wollten die Frau aufgrund ihres Zustandes in eine Klinik bringen. Nachdem ihr Freund erfahren hatte, dass er aufgrund der Coronaverordnungen nicht mit ins Krankenhaus fahren darf, schlug er laut Polizei eine Flasche gegen eine Seitenscheibe des Rettungswagens, warf einen Stein gegen die Türverkleidung und schlug mit der Faust den rechten Außenspiegel ab. Dabei entstand ein Schaden von etwa 1000 Euro.

Die Sanitäter verständigten daraufhin die Polizei. Beim Eintreffen der Beamten gab sich die junge Frau sehr aufgebracht. Als ein Polizist versuchte, sie festzuhalten, wurde laut Polizeibericht ihr Freund zunehmend aggressiver und baute sich vor dem Polizisten auf. Deshalb wurde er gefesselt und durchsucht. Da der mutmaßlich alkoholisierte Jugendliche sich nicht beruhigen ließ, sollten ihm Handschellen angelegt werden. Da eilte ihm seine Freundin zu Hilfe, packte einen Beamten am Kragen und wollte ihn von ihrem Partner wegziehen. Schließlich wurden beide zu Boden gebracht und mit Handschellen gefesselt. Drei Beamte wurden dabei leicht verletzt. Nachdem sich die Situation entspannt und der 17-Jährige wieder beruhigt hatte, wurde die Frau in eine psychiatrische Einrichtung gebracht. (red)