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Betrug am Telefon: Polizei registriert 60 Versuche

Kreis Ludwigsburg. Die Serie von Anrufen falscher Polizeibeamter in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen hält nach wie vor an. Allein am Donnerstag registrierte das für beide Landkreise zuständige Polizeipräsidium Ludwigsburg über 60 solcher Anrufe.

Die Anrufer oder Anruferinnen sprechen den Angaben zufolge zumeist akzentfreies Deutsch und berichten über in der Nähe festgenommene Einbrecher, bei denen Hinweise auf den Wohnort der Angerufenen gefunden wurden. Damit verbinden sie die Aufforderung, Bargeld und Wertsachen an einen Abholer zu übergeben oder an einem vereinbarten Ort zu hinterlegen.

Glücklicherweise, so die Polizei in einer Pressemitteilung, hätten am Donnerstag alle 60 Angerufenen die kriminelle Absicht erkannt und anstatt Bargeld zu übergeben die richtige Polizei verständigt.

Vor diesem Hintergrund warnt die Polizei erneut eindringlich vor diese Betrugsmasche und gibt folgende Hinweise:

Niemals rufen Polizeibeamte, Staatsanwälte oder andere Amtspersonen bei Ihnen an und fragen Sie nach Ihren persönlichen Verhältnissen oder Ihrem Vermögen aus. Geben Sie niemandem derartige Auskünfte und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.

Notieren Sie die angezeigte Telefonnummer, den angeblichen Namen und die angebliche Dienststelle des Anrufers und legen Sie auf. Nehmen Sie stattdessen Kontakt mit der Ihnen bekannten Polizeidienststelle in Ihrer Nähe auf oder wählen sie den Polizeinotruf 110 und teilen sie den Vorfall mit. Benutzen Sie nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Tätern landen.

Lassen Sie sich nicht davon täuschen, wenn auf Ihrem Display eine Rufnummer erscheint, die scheinbar mit der Telefonnummer einer Polizeidienststelle übereinstimmt oder wie eine Notrufnummer aussieht. Diese Anzeige kommt durch technische Manipulationen der Betrüger zustande, die tatsächlich von einem ganz anderen Anschluss aus anrufen. (red)