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Im Streit Reizgas versprüht: Polizei sucht den Täter

Bietigheim-Bissingen. Die Meldung, dass es in der Borsigstraße in Bietigheim-Bissingen zu einer Schießerei gekommen sei, führte am Montag kurz vor 11 Uhr zu einem Großaufgebot der Polizei im Bietigheimer Bahnhofsbereich. Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass im Bereich einer Engstelle ein 31-jähriger Paketdienstfahrer und ein Fußgänger mit Hund aneinandergerieten. Laut Polizeibericht beleidigte der Fußgänger den 31-Jährigen und attackierte ihn aus nächster Nähe mit einem Reizstoff, den er mit einem pistolenähnlichen Gerät versprühte.

Rötlich gefärbte Flüssigkeit

Die rötlich gefärbte Flüssigkeit, die den Mann vor allem im Gesicht traf, führte zu Reizungen von Haut und Augen. Eine 48 Jahre alte Frau, die zur Hilfe eilte, kam auch mit der Flüssigkeit in Kontakt. Beide mussten in einem Krankenhaus behandelt werden.

Der Tatverdächtige flüchtete indes in Richtung des Bahnhofs. Er wurde als etwa 1.75 bis 1.80 Meter groß und 40 bis 50 Jahre alt beschrieben. Der Mann hat blondes oder hellbraunes mittellanges Haar, einen Drei-Tage-Bart und ist an Armen und Beinen tätowiert. Er trug eine kurze Jeans, eventuell ein blau-weißes T-Shirt und möglicherweise eine Jacke. Der Hund, der den Mann begleitete, soll kniehoch groß und mittelbraun gewesen sein. Das Tier habe einem Bullterrier geähnelt, teilt die Polizei mit. Fahndungsmaßnahmen, an denen rund 30 Streifenwagenbesatzungen des Polizeipräsidiums Ludwigsburg beteiligt waren, die durch die Polizeipräsidien Stuttgart, Pforzheim und Heilbronn sowie einen Polizeihubschrauber unterstützt wurden, blieben ohne Ergebnis. Das Polizeirevier Bietigheim-Bissingen, Telefon (071.42).40.50, hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung übernommen. Es bittet um Hinweise. (red)