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Junge von Auto an kritisierter Gefahrstelle angefahren

Korntal-Münchingen. Erst am Donnerstagabend hatten Einwohner in der Bürgerfragestunde vor gefährlichen Stellen für Fußgänger gewarnt und mehr Absicherung gefordert – schon am Wochenende zeigte sich, dass die geschilderte Gefahr gerade in Münchingen nicht nur hypothetisch ist. Denn wie die Polizei berichtete, war ein Zehnjähriger im Ortskern von einem Auto erfasst worden – an einer Stelle, wo kein Gehweg ist, zudem nun eine Baustelle. Der Junge war am Donnerstag gegen 14.10 Uhr mit seinem Ranzen die „Schmale Straße“ in Richtung Stuttgarter Straße entlanggelaufen. Von hinten habe ihn dann ein weißer Mercedes mit LB-Kennzeichen – vermutlich A-Klasse, älteres Modell mit Rostflecken – mit dem Außenspiegel gestreift. Der Bub sei dadurch gegen eine Autotür geschleudert und leicht verletzt worden. Der Fahrer dagegen sei unbeirrt weiter, hielt einige Meter weiter kurz an um eine Jugendliche mit Kopftuch einsteigen zu lassen, und raste dann Richtung Freizeitbad. Zeugenhinweise an (0.71.56).4.35.20.

Kritik gab es in der Bürgerfragestunde auch am Erschließungsverkehr von Korntal-West. Die 40-Tonner seien so breit wie die Wege in den Gschnaidtwiesen, alle Spaziergänger in dem beliebten Gebiet müssten ausweichen – und könnten sie wegen der Belastung sicher bald eh nicht mehr für den Freizeitverkehr oder als Radweg nutzen. Zudem fürchte er, dass der Bahnhalt „Gymnasium“ nicht ausreichend gesichert sei. „Ich fordere die Stadt auf, Alternativrouten zu planen, oder zumindest über zeitliche Befristungen für den Lkw-Verkehr nachzudenken“, sagte der Mann unter Applaus der Besucher. Bürgermeister Wolf verwies darauf, dass man die Routenplanung lange abgewogen habe. „Wir nehmen ihre Anregungen aber ernst“, sagte er, das gelte auch für die genannten Gefahrstellen in Münchingen. (jsw)