Logo

Kleiner Junge gerät in Marbach zwischen prügelnde Männer

Blaulicht
Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs. Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild Foto: Carsten Rehder

Marbach. Mit einem äußerst aggressiven 39-Jährigen bekamen es Fahrgäste eines Linienbusses, die Polizei und Krankenhauspersonal am Sonntagnachmittag zu tun. Der Mann schlägerte, pöbelte und spuckte auf Polizisten und Rettungskräfte und muss jetzt mit einer Anzeige wegen Körperverletzung und versuchter Körperverletzung rechnen.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge hielt sich der 39-Jährige gegen 16.10 Uhr in der Bahnhofstraße an einer Bushaltestelle auf, wo weitere Fahrgäste auf einen Linienbus warteten. Aus noch unbekannter Ursache geriet er mit einem 23-Jährigen in einen Streit und es kam zu einer Rangelei.

Fünfjähriger leicht verletzt und verstört

Ein Fünfjähriger, der mit seiner Mutter an der Haltestelle stand, geriet zwischen die beiden Männer, wurde zu Boden gestoßen und leicht verletzt. „Der Kleine war sehr verstört“, so eine Polizeisprecherin gegenüber unserer Zeitung.

Trotz dieses Vorfalls stiegen der 39-Jährige und sein jüngerer Kontrahent in den Bus und setzten sich in den hinteren Teil, wo der Ältere plötzlich zu einem Faustschlag in Richtung des 23-Jährigen ansetzte. Der wich aus, und schließlich gelang es einem 24-jährigen Fahrgast, die beiden Männer zu trennen.

Im Rettungswagen gespuckt, im Krankenhaus gebissen

Bereits nach der ersten Auseinandersetzung war die Polizei verständigt worden. Die Beamten des Polizeireviers Marbach trafen an der Bushaltestelle auf die Beteiligten, die den Bus wieder verlassen hatten. Der 39-Jährige verhielt sich laut Bericht weiterhin äußerst aggressiv, so dass ein Polizeibeamter ihm Handschellen anlegte, um ihn in Gewahrsam nehmen zu können. Da der Verdacht bestand, er könne unter Alkohol- und Drogeneinwirkung stehen, wurde der Rettungsdienst hinzugerufen. Der 39-Jährige wurde, begleitet von der Polizei, mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Während der Fahrt beleidigte er die Mitarbeiter des Rettungsdienstes fortwährend und spuckte teilweise mit Blut versetzten Speichel. Im Krankenhaus biss der Mann auch noch um sich. Polizei und Klinikpersonal gelang es erst mit vereinten Kräften, den 39-Jährigen zu fixieren. Was den Mann so in Rage gebracht hat, konnte die Polizei am Montag noch nicht sagen. (red)