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Ludwigsburg

Mann bedroht Personal im Klinikum mit Messer

Ludwigsburg. Ein 25 Jahre alter Mann hat am Mittwoch, 12. Juni, gegen 16.30 Uhr im Klinikum randaliert und das Personal mit einem Messer bedroht.

Der polizeibekannte 25-Jährige befand sich zur Behandlung im Krankenhaus. In diesem Zusammenhang war eine Narkose notwendig gewesen und es stand eine Folgeuntersuchung an. Dieser Untersuchung widersprach der Patient jedoch, wurde laut und aggressiv und wollte sich selbst aus dem Klinikum entlassen. Aufgrund der vorausgegangenen Narkose, war dies jedoch nicht möglich. Das Klinikpersonal versuchte deshalb, ihn zu beruhigen und vom Gehen abzuhalten. Doch seine Wut steigerte sich immer weiter, worauf die Polizei alarmiert wurde.

Zwischenzeitlich beschädigte der Mann medizinisches Gerät. Aus einer Personalküche entnahm er dann ein Küchenmesser und ging, während er sich selbst Schnittwunden am Unterarm zufügte, auf Ärzte und Pflegepersonal zu. Diese verbarrikadierten sich in einem Personalraum, worauf der Mann mehrfach gegen die Tür des Zimmers trat und schließlich aber einen Vorraum der betreffenden Station betrat. Dort traf er auf einen 47-jährigen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, dem es durch ein Gespräch gelang, dass der Mann in diesem Raum blieb.

Als die erste Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Ludwigsburg dort eintraf, ging der immer noch mit dem Messer bewaffnete Mann auf die Beamten zu. Beide Polizisten zogen hierauf ihre Dienstwaffen und forderten ihn auf, das Messer wegzulegen. Schlussendlich kam er dem nach. Mehrere hinzugekommene Beamte unterstützen die beiden Polizisten nun dabei, den Mann zu Boden zu bringen. Im Anschluss wurde er auf die psychiatrische Station des Klinikums gebracht. Nach Polizeiangaben hatte er bereits Ende Mai in Marbach Rettungskräfte, Polizisten und sich selbst verletzt und war wegen tätlichen Angriffs angezeigt worden (wir berichteten am 31. Mai). Nun wird sich der Mann zusätzlich wegen Bedrohung und Sachbeschädigung verantworten müssen.