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Freiberg

OPS-Schüler droht Amoklauf an

Nachdem ein 15-jähriger Schüler der Oscar-Paret-Schule in Freiberg im Internet einen Amoklauf androhte, holte ihn die Polizei am vergangenen Donnerstagnachmittag dort ab. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Stuttgart erst am Montagnachmittag berichteten, teilte der 15-Jährige in sozialen Medien und einem Chat-Programm mit, dass er mit Schusswaffen und Sprengstoff einen Anschlag auf seine Schule plane. Mitschüler haben das bemerkt und die Schulleitung darüber informiert. Die verständigte Polizei nahm in darauf in ihre Obhut.

Bei der Durchsuchung seines Zimmers fanden die Beamten neben zahlreichen Militärgegenständen wie Uniformteile, Orden und Abzeichen auch Softair-Waffen und Feuerwerkskörper. Zudem habe es Hinweise auf rechtes Gedankengut gegeben, wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte. Im Zuge der Ermittlungen wurde der Jugendliche laut der Mitteilung in eine psychiatrische Einrichtung zur Überprüfung der Eigen- und Fremdgefährdung gebracht. Dort blieb er letztendlich freiwillig, heißt es weiter. Zu keinem Zeitpunkt habe eine konkrete Gefahrensituation bestanden.

Das bestätigte auch OPS-Schulleiter René Coels auf Anfrage. „Der Schüler war nicht bewaffnet und wurde auch nicht aus dem Klassenzimmer geholt“, sagte Coels. Die Schule sei zu diesem Zeitpunkt bereits beendet gewesen. Auch Anrufe von besorgten Eltern seien ausgeblieben. (red/elf)