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Einsatz

Proteste gegen AfD-Veranstaltung

„Hemmingen bleibt bunt“ war die Losung der Demonstranten. Foto: Theiss
„Hemmingen bleibt bunt“ war die Losung der Demonstranten. Foto: Theiss

Mehr als 200 Menschen haben am Mittwochabend in Hemmingen gegen eine Veranstaltung der AfD-Bundestagsfraktion protestiert. Bereits gegen 17 Uhr hatte die Polizei die Straßen rund um die Gemeinschaftshalle gesperrt und war mit einem vergleichsweise großen Aufgebot angerückt. Die Bereitschaftspolizei war dann auch gefordert, als gegen 18 Uhr eine Antifagruppe aus Ludwigsburg aufmarschierte – deutlich kleiner als zuvor angekündigt – und es zu Rangeleien kam, da die 15 zumeist jungen Menschen mit großen Bannern den Zugang zur Halle sperrten. Bereits kurz zuvor hatte die Antifa ihre Demo aber ohnehin aufgelöst, „weil so viele schon auf der Straße sind, das ist ein gutes Zeichen“, wie ein Sprecher sagte.

Die örtliche SPD und „Die Partei“ hatten zum friedlichen Protest aufgerufen, mit Plakaten, Transparenten und Freibier. Immer wieder rief Organisator Ralf Horwath dazu auf, ruhig zu bleiben und sich nicht provozieren zu lassen. Zu Beginn der AfD-Veranstaltung, zu der auch wegen der Corona-Einschränkungen nur wenige Menschen gekommen waren, wurden draußen dann Kerzen entzündet, während die Redner im Innern den „Spießrutenlauf“ für ihre Besucher scharf kritisierten.