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Vaihingen

Scheune nach wenigen Minuten in Flammen

90 Feuerwehrleute aus Vaihingen, Ludwigsburg und Markgröningen im Einsatz – Schaden in Höhe von 200000 Euro – Löschwasserproblem

Lichterloh brennt das landwirtschaftliche Gebäude am frühen Sonntagmorgen auf dem Pulverdinger Hof, eine riesige Rauchsäule stand über dem Hof.Fotos: Alfred Drossel
Lichterloh brennt das landwirtschaftliche Gebäude am frühen Sonntagmorgen auf dem Pulverdinger Hof, eine riesige Rauchsäule stand über dem Hof. Foto: Alfred Drossel
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Schaden von schätzungsweise 200000 Euro ist bei einem Brand eines landwirtschaftlichen Gebäudes am frühen Sonntagmorgen auf dem Pulverdinger Hof entstanden. Vernichtet wurden die Heuvorräte sowie landwirtschaftliche Geräte und Maschinen. 90 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Vaihingen, Markgröningen und Ludwigsburg bekämpften das Feuer. Der Einsatz dauerte bis Sonntagnachmittag. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist noch unklar.

Wenn es auf dem Pulverdinger Hof brennt, hat die Feuerwehr ein Löschwasserproblem. So war es auch wieder am frühen Sonntagmorgen. Obwohl die ersten Fahrzeuge der Vaihinger Wehr zwölf Minuten nach der Alarmierung auf dem Weiler unweit der Bundesstraße 10, zwischen Enzweihingen und der Abzweigung nach Markgröningen eintrafen, dauerte es eine ganze Weile, bis das erste Löschwasser aus dem 300 Meter von Hof entfernten Löschwasserteich in die Schläuche gepumpt und und verspritzt wurde. Es war 3.20 Uhr und das etwa 80 mal 30 Meter große landwirtschaftliche Gebäude des Hofs stand im Vollbrand. Eine Riesenrauchsäule stand über dem Hof.

Das mit Eternit gedeckte Dach und die aus dem selben Material bestehende Fassade, platzen mit lautem Knallen in den Flammen. In dem Gebäude fand das Feuer in den rund 60 Ballen Heu reiche Nahrung.

Früher war noch der Kuhstall samt Nebenräumen im Anbau des Gebäudes untergebracht. Jetzt wird das Gebäude zu reinen Lagerzwecken genutzt. Abgestellt sind dort auch Geräte und Fahrzeuge. Auch sie wurden vernichtet, sodass sich der zunächst von der Polizei auf 200000 Euro geschätzte Schaden noch erhöhen dürfte.

Alarmiert wurden Einsatzkräfte der Vaihinger Feuerwehrabteilungen aus der Kernstadt, aus Enzweihingen, Riet und als Löschwasserkomponente aus Horrheim. Aus Markgröningen kamen die zweite Drehleiter und ein Löschgruppenfahrzeug. Die Feuerwehr Ludwigsburg stellte den Abrollbehälter Atemschutz. Insgesamt rückten die Wehren mit 17 Fahrzeugen an. In Betreitschaft waren auch Rot-Kreuz-Gruppen und sechs Streifenwagenbesatzungen der Polizei.

Hunderte Meter Schläuche mussten verlegt werden, um Löschwasser an den Brandherd heranzuführen. Effektiv war der Einsatz von den Drehleitern mit den Strahlrohren, was allerdings viel Wasser kostete. Die Löscharbeiten mussten von außen durchgeführt werden, weil die Einsatzkräfte nicht ins Innere des einsturzgefährdeten Scheunenteils konnten. Erst als am Sonntagmorgen gegen zehn Uhr ein Bagger das ausgebrannte Gebäude abgerissen hat, konnte nachgelöscht werden.

„Unsere Aufgabe war vor allem, die Nachbargebäude zu schützen“, betont der Vaihinger Kommandant Thomas Korz, der den Einsatz leitete. So wurde das benachbarte Wohngebäude wegen der starken Hitzeeinwirkung nur gering beschädigt. Für Kreisbrandmeister Andy Dorroch liefen die Löscharbeiten, trotz der Löschwasserproblematik optimal.

Die geringen Minusgrade wirkten sich wenig auf die Löscharbeiten aus. Dennoch war für die Einsatzkräfte Vorsicht geboten. Feuerwehrleute erinnern sich an einen Brand auf dem Pulverdinger Hof im Mai 1998. Damals, als ein Schweinstall mit Scheune brannte, lief alles genauso ab.

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