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Schlag gegen europaweiten Rauschgifthandel mit Festnahmen im Kreis Ludwigsburg

Kreis Ludwigsburg. Bei großen Aktionen hat die Polizei auch zwei mutmaßliche Rauschgiftverkäufer aus dem Kreis Ludwigsburg festgenommen. Wie die Polizei mitteilt, waren mehrmonatige Ermittlungen des Rauschgiftdezernats der Kriminalpolizeidirektion Böblingen und der Abteilung für Organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen eine Gruppe um einen 42-jährigen Montenegriner aus dem Kreis Böblingen vorangegangen.

Bereits im April hatten sich die Hinweise für die Ermittler durch die Festnahme eines mutmaßlichen Kuriers an der österreichischen Grenze verdichtet. Im Fahrzeug entdeckten die Beamten ein Schmuggelversteck, in dem sie neben rund 80 000 Euro eine scharfe Schusswaffe und abhörsichere Mobiltelefone sicherstellten.

Der 42-jährige Montenegriner soll die Lieferungen organisiert und die Zahlungen abgewickelt haben, während die Drogen über die Werkstatt eines 34-jährigen Kroaten im Kreis Böblingen sowie über einen 23-jährigen Deutschen und einen 36-jährigen Italiener aus dem Kreis Ludwigsburg weiterverkauft wurden.

Nachdem die Rauschgiftfahnder Kenntnis von einer anstehenden Lieferung erhalten hatten, schlugen sie am 12. November mit Unterstützung eines Mobilen Einsatzkommandos in der Werkstatt zu. Neben dem Betreiber nahmen sie zwei seiner Mitarbeiter und zwei Drogenkuriere fest und stellten 35 Kilo Marihuana, zehn Kilo Haschisch sowie 800 Gramm Kokain und 2500 Euro Bargeld sicher. In der Wohnung des 34-Jährigen fanden sich weitere 20 000 Euro. Im Zusammenhang mit dieser Aktion nahm die Polizei auch den 42-jährigen Montenegriner fest.

Gefälschte Impfdokumente

Am 18. November durchsuchten die Ermittler auf richterlichen Beschluss die Wohnungen der beiden mutmaßlichen Verkäufer aus dem Kreis Ludwigsburg und dreier weiterer Tatverdächtiger. Neben insgesamt 48 000 Euro stellten sie dabei bei dem 36-Jährigen ein Fahrzeug im sechsstelligen Wert und eine nicht geringe Menge Testosteron sicher. Die beiden mutmaßlichen Verkäufer befinden sich seither wie die anderen in Haft. Wie die Ermittlungen der Polizei ergaben, sollen die Tatverdächtigen nicht nur mit Drogen gehandelt, sondern sich mit dem Handel mit gefälschten Impfdokumenten eine weitere illegale Einnahmequelle erschlossen haben. (red)