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Schon wieder Säurealarm bei Metallveredler

Niemand verletzt – Großeinsatz der Feuerwehr – Polizei: Kein größerer Schaden und keine Gefahr für die Anwohner

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Einsatzkräfte des Asperger Gefahrgutzuges waren am Sonntagabend im Einsatz.Foto: Alfred Drossel

asperg. Zum dritten Mal in diesem Jahr musste die Feuerwehr am späten Sonntagabend zu einem Gefahrgutfall in einen Metallveredlungsbetrieb in der Asperger Siemensstraße ausrücken. Verletzt wurde niemand. Für die Anwohner habe keine Gefahr bestanden und es sei auch kein Schaden entstanden, teilte die Polizei mit.

Aus noch ungeklärter Ursache war am Sonntag eine Wanne mit 18-prozentiger Salzsäure übergelaufen. Etwa 2500 Liter der Säure flossen in ein Betonauffangbecken. Dadurch bildete sich Dampf in der Halle. Die Mitarbeiter konnten das Gebäude unverletzt verlassen und die Halle verschließen.

Einsatzkräfte in Schutzanzügen pumpten die ausgelaufene Säure in einen Ersatzbehälter. Der Dampf in der Halle wurde über die firmeneigene Lüftungsanlage abgesaugt und gefiltert.

Der Gefahrengutzug der Feuerwehr Asperg, eine Löschgruppe der Feuerwehr Tamm, die Dekontaminierungsgruppe der Feuerwehr Ludwigsburg sowie die Führungsgruppe der Feuerwehr Schwieberdingen waren unter der Einsatzleitung von Stefan Fritz mit 87 Einsatzkräften vor Ort. Kreisbrandmeister Andy Dorroch informierte sich über den mehrstündigen Einsatz und stellte zufrieden fest, dass kein Schaden entstanden ist. Aspergs Kommandant Stefan Fritz lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Unternehmen. Die Häufigkeit der Einsätze führt Fritz nicht auf Schwachstellen im Betriebsablauf zurück, sondern eher auf die aggressiven Betriebsmittel bei der Metallveredlung.