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Remseck

Schwimmsteg treibt im Neckar

Der Alarm ging um 22.48 Uhr am späten Donnerstagabend bei der Remsecker Feuerwehr los: der Auftakt für einen ungewöhnlichen Einsatz. Die Feuerwehr rückte mit insgesamt fünf Einsatzfahrzeugen und einem Rettungsboot zum Remsufer aus, weil dort laut Polizei Unbekannte im Bereich der Einmündung der Rems in den Neckar an einem Schwimmsteg die Befestigungstaue gelöst hatten. Der Ponton driftete vom Ufer weg und wurde gegen 22.35 Uhr von einem Zeugen im Neckar treibend entdeckt. Dieser Zeuge verständigte dann das Wasser- und Schifffahrtsamt. Da Polizei und Feuerwehr vom Ufer aus den in der Dunkelheit im Wasser treibenden Steg nicht erkennen konnten, wurde zur Unterstützung ein Polizeihubschrauber angefordert. Dessen Besatzung entdeckte den Steg in der Nähe von Hochberg, bei der Brücke der Landesstraße 1100.

Gegen Mitternacht gelang es der Feuerwehr, den Schwimmsteg zu sichern und zu seinem Ursprungsort zurückzuziehen. Für die Remsecker Feuerwehr „ein nicht alltäglicher Einsatz“, sagte deren stellvertretender Kommandant, Ingo Schiek. Insgesamt 25 Feuerwehrleute waren rund zwei Stunden im Einsatz.

Nach den bisherigen Ermittlungen war der Aussichtssteg, der derzeit für die Remstal-Gartenschau gebaut wird, mit Tauen sicher am Ufer befestigt. Die Polizei geht davon aus, dass Unbekannte diese Taue gelöst und auf den Steg gelegt haben. Die Wasserschutzpolizei Stuttgart hat Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr aufgenommen. Der Neckar war während des Einsatzes gesperrt. Zeugenhinweise an die Wasserschutzpolizei Stuttgart, Telefon (0711) 21.80.50.10. (red)