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Gerlingen

Zollfahnder überführen Maler auf Träuble-Areal

Zollfahnder haben am Donnerstagnachmittag das Träuble-Areal in der Gerlinger City ins Visier genommen. Unter den 80 kontrollierten Arbeitern gingen den Beamten insgesamt zwölf Arbeitnehmer ohne gültige Aufenthaltserlaubnis ins Netz, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Betroffenen wurden vorläufig festgenommen. Sie stammen aus Moldawien und Albanien, sind zwischen 25 und 44 Jahren alt und waren auf der Baustelle als Maler eingesetzt.

Von der Festnahme sollen sie überrascht gewesen sein. Nach Angaben der Einsatzkräfte verfügten die Arbeiter über slowenische Kurzzeitaufenthaltstitel und waren in der irrtümlichen Annahme nach Deutschland gereist, die Papiere befreiten sie von der Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungspflicht. Inzwischen haben die an die Polizei überstellten Arbeitnehmer Ausweisungsverfügungen erhalten.

Im Rahmen einer bundesweiten Schwerpunktprüfung waren am Vormittag des gleichen Tages bereits mehr als 60 Beamte des Hauptzollamtes Stuttgart auf dem Großbauprojekt Stuttgart.21 mit der Prüfung mehrerer Bauabschnitte beschäftigt. Hierbei wurden 217 Menschen zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt. Bei der Prüfung wurde ein Verstoß gegen das Arbeitnehmerentsendegesetz festgestellt, der ein Bußgeldverfahren nach sich zieht, heißt es in der Mitteilung der Fahnder weiter. Bei zusätzlichen Prüfungen soll sich noch zeigen, ob sich Anzeichen auf Mindestlohnverstöße und illegale Arbeitnehmerüberlassung bestätigen. (red)