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Radsport

41.000 Euro für den guten Zweck

„Spaß haben und Gutes tun“: So lautet das Motto des Lila-Logistik-Charity-Bike-Cups. Bei der 13. Auflage in Marbach lockte diese Kombination gestern zahlreiche Zuschauer an den 15 Kilometer langen Rundkurs. Die Teilnehmer der Benefizveranstaltung erradelten 41.500 Euro für den guten Zweck.

Noch ist das Feld eng beisammen, das wird sich aber in den kommenden 90 Kilometern ändern.Fotos: Andreas Becker
Noch ist das Feld eng beisammen, das wird sich aber in den kommenden 90 Kilometern ändern. Foto: Andreas Becker
Stärkung vor dem Start.
Stärkung vor dem Start.

Marbach. Heinz Betz, dem Veranstalter des Lila-Logistik-Charity-Bike-Cups, fallen nach den verregneten Vortagen gleich mehrere Steine vom Herzen. Es ist ein wenig kühl, aber das Wetter hält, als sich das Feld des „Lila Race“ am Vormittag an der Marbacher Stadionhalle in Bewegung setzt. Betz sieht sich an den in diesem Jahr verhinderten Jan Ullrich erinnert. „Der liebe Herrgott weiß, dass wir hier etwas Gutes tun“, zitiert Betz einen Ausspruch des Tour-de-France-Siegers nach einer früheren Teilnahme an seiner Benefizveranstaltung. Deshalb, so vermutete Ulrich einst, scheine beim Charity-Bike-Cup stets die Sonne.

Das Interesse an dem zum zweiten Mal in Marbach stattfindenden Rennen ist groß. Rund 15.000 Besucher entlang der Strecke seien es 2015 beim ersten Besuch in der Schillerstadt gewesen, so Betz. Wie viele Besucher es in diesem Jahr sind, kann er im Gewusel des Start-Ziel-Bereichs nicht schätzen. Auf dem Parkplatz neben der Stadionhalle herrscht aber schon am Vormittag reger Betrieb, die Großveranstaltung mit reichlich Prominenz nimmt eventhafte Züge mit Familiencharakter an. Die Kinder starten bei einer eigenen Runde mit den „Lila-Race“-Kapitänen.

Nach dem Start an der Stadionhalle führt der 15 Kilometer lange Rundkurs über Affalterbach, Hochdorf und Poppenweiler zurück nach Marbach. Sechs Mal müssen die sportlich ambitionierten Teilnehmer des „Lila Race“ die Runde zurücklegen, dabei sind 120 Höhenmeter zu überwinden. Die Prominenten lassen es dann bei der sogenannten Genussrunde ein bisschen langsamer angehen. Auch die Ludwigsburger Kreiszeitung ist am Start – angeführt von gleich drei Team-Kapitänen, dem Nachrichtensprecher Marc Bator sowie dem international erfolgreichen Latin-Tanzpaar Khrystyna Moshenska und Marius Balan.

Der Sport steht an diesem Tag nicht im Mittelpunkt. Das hält die Teilnehmer des „Lila Race“ freilich nicht davon ab, alles zu geben. Als die ersten Sportler nach sechs Runden an der Stadionhalle eintreffen und von Moderator Robert Bengsch interviewt werden, spiegelt sich in den Gesichtern die Anstrengung der vergangenen anderthalb Stunden wider. Der Moderator wird auf eine Dame aufmerksam, die direkt an der Absperrung steht. Sie will ihren Sohn anfeuern, erzählt sie Bengsch. Schon kurz darauf strampelt ihr Sohn mit angespannter Miene über die Ziellinie. „Der Blick sagt alles“, meint der Moderator. „Da hat einer gelitten.“

Die Profiradler im Feld dagegen haben den Charity-Bike-Cup eher im Vorbeifahren mitgenommen, zum Beispiel Marco Mathis. Der U.23-Weltmeister im Einzelzeitfahren steht kurz vor einer Wettkampfphase, die ihn nach Belgien führen wird. Im Vorfeld von Wettkämpfen sitze er täglich zwei Stunden im Sattel. „Das passt genau, und der Charity-Bike-Cup ist eine coole Veranstaltung.“

Am Ende haben sich die Mühen wieder mal gelohnt, bei der Spendenübergabe kann Veranstalter Betz eine stolze Summe präsentieren: Beim 13. Charity-Bike-Cup sind 41.500 Euro für den guten Zweck erradelt worden. Diese Mittel fließen an den Verein Star Care sowie an weitere gemeinnützige Projekte in der Region, die kranke und notleidende Kinder unterstützen.

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