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A.81: Schilderbrücken und Absperrungen wandern

Heute keine freie Fahrt von der Bundesstraße 10 aus Stuttgart auf die Autobahn Richtung Ludwigsburg – Kurzzeitige Vollsperrung in drei Nächten kommende Woche

So manche Schilderbrücke wird demnächst verrückt. Archivfoto: Holm Wolschendorf
So manche Schilderbrücke wird demnächst verrückt. Foto: Holm Wolschendorf

Korntal-Münchingen. Wer am Donnerstagabend in der Anschlussstelle Zuffenhausen auf die A.81 nach Ludwigsburg wollte, der schaute in die Röhre – beziehungsweise auf weiß-rote Absperrungen, die die Zufahrt von der B.10 aus Richtung Münchingen blockierten. Hintergrund war ein Loch am Fahrbahnrand, ein Überbleibsel der sommerlichen Asphaltsanierung der Autobahn, das nun aber verfüllt wurde. Doch das ist nicht die einzige überraschende Sperrung dieser Tage.

Denn kaum war die schadhafte Stelle an der A.81 gerichtet, waren die nächsten Arbeiten geplant. Wie vergangene Woche angedeutet, wollte das Regierungspräsidium nun die Farbahnmarkierung auf der Rampe von der B.10 aus Stuttgart auf die A.81 nach Norden aufbringen lassen – und zwar seit heute Mitternacht. Den ganzen Samstag über werde deshalb diese Verbindung gesperrt bleiben, so ein RP-Sprecher am Freitag auf Anfrage. Abhängig ist das aber davon, dass es diesmal nicht regnet. Ganz abgeschlossen ist der Umbau der Rampe aber wie berichtet noch nicht, denn 2020 muss noch an einer Brücke gearbeitet werden, danach ist diese Verbindung zweispurig befahrbar, die Rückstaus auf der B.10 sollen sich dadurch verringern.

Zeitig angekündigt ist dagegen eine weitere Sperrung auf der A.81 in den kommenden Tagen: Drei Schilderbrücken zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg-Süd und Stuttgart-Feuerbach werden versetzt, und zwar in den Nächten von Montag auf Dienstag, Mittwoch auf Donnerstag sowie Montag auf Dienstag, 26. November. Die Vollsperrungen sollen aber nur kurz dauern, und zwar je zehn Minuten gegen 23 und 2 Uhr nachts. Denn die Fundamente stehen bereits, erläutert RP-Referatsleiter Andreas Klein. Auch für die Installation der Pfosten sei noch keine komplette Sperrung nötig, betroffen sind dann nur ein oder zwei Spuren. Erst wenn ein Kran die Brücke auf die Pfosten transportiert und sie festgeschraubt wird, macht die Polizei die Autobahn dicht.

Schrauben dauert zehn Minuten

„Mit viel Übung geht das Schrauben sehr schnell“, so Klein über den für Laien überraschenden Zeitplan, auch angesichts der längeren Vollsperrungen vor einigen Monaten vor dem Engelbergtunnel. Damals waren aber weitaus größere Schilderbrücken installiert worden, weiß er. Allerdings müssen auch bei den Arbeiten in den kommenden Tagen die Rahmenbedingungen passen. Denn Klein stand selbst einmal bei Köln in einer Vollsperrung aus diesem Grund, die dann aber rund eine Dreiviertelstunde dauerte, weil die Schrauben geklemmt hatten. Da man aber beim RP davon ausgeht, dass alles klappt, sind nur die kurzen Sperrungen auf dem Plan, und deshalb auch keine Umleitungen ausgeschildert.

Doch nicht nur an den drei betroffenen Schilderbrücken wird gearbeitet, sondern auch an allen anderen. Jeweils in den Nächten zwischen 21 und 5 Uhr sollen in den kommenden vier Wochen die sogenannten Streckenbeeinflussungsanlagen gewartet werden. Ein oder zwei Fahrstreifen werden deshalb gesperrt. Die Kosten für die Unterhaltung und das Versetzen betragen rund 600.000 Euro, die der Bund übernimmt.

Das Ganze steht wohl auch im Zusammenhang mit der temporären Freigabe des Standstreifens zwischen Ludwigsburg-Süd und Feuerbach, die 2020 kommen soll. Noch länger dauert es aber, bis dieser A..81-Abschnitt auf vier permanente Spuren ausgebaut wird.

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