Logo

Wahl

Am Sonntagabend fällt die Entscheidung

Die beiden Spitzenkandidaten Robin Reindl und Marcus Kohler trennen im ersten Wahlgang 13 Stimmen – Viele Bürger machen Briefwahl

Einer wird Bürgermeister: Marcus Kohler oder. . . .Fotos: Ramona Theiss/privat
Einer wird Bürgermeister: Marcus Kohler oder. . . . Foto: Ramona Theiss/privat
. . . oder Robin Reindl.Fotos: Ramona Theiss/privat
. . . oder Robin Reindl. Foto: Ramona Theiss/privat

Erdmannhausen. Reindl oder Kohler? Am morgigen Sonntag wird sich entscheiden, wer neuer Bürgermeister von Erdmannhausen wird. Im ersten Wahlgang vor drei Wochen hatte keiner der damals sieben Kandidaten die absolute Mehrheit bekommen.

Mit großem Abstand vorne lagen Robin Reindl (27 Jahre) mit 43,3 Prozent der Stimmen und Marcus Kohler (49) mit 42,7 Prozent. Diese beiden trennten gerade mal 13 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,3 Prozent. Nach dem ersten Wahlgang hatten die Kandidaten Marc Fuchs, Stephan Erdmann und Jürgen Olma angekündigt, kein zweites Mal anzutreten; Ulrich Raisch, der sechs Stimmen bekommen hatte, und Andreas Oberman sind weiterhin dabei.

Die Wahl am Sonntag wird unter strengen Sicherheits- und Hygienevorkehrungen stattfinden. So wird zum Beispiel drauf geachtet, dass sich immer nur wenige Wähler gleichzeitig im Wahllokal aufhalten, damit der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann.

Auch die Wahlhelfer müssen weit auseinandersitzen und Handschuhe tragen. Noch mehr Bürger als beim ersten Wahlgang werden allerdings gar nicht ins Wahllokal kommen, viele haben Briefwahl beantragt. Vor einigen Tagen waren bereits 1800 Briefwahlunterlagen angefordert worden, 1500 sind schon zurückgeschickt worden.

Wer ins Wahllokal geht, kann seinen eigenen Kugelschreiber mitbringen; die Wahlhelfer verfügen aber auch über Desinfektionsmittel. Mit dem Ergebnis wird zwischen 19.30 und 20 Uhr gerechnet. Eine Wahlparty wird es – wie bereits vor drei Wochen – in Coronazeiten nicht geben. Die Verwaltung bittet darum, nicht ins Rathaus zu kommen, sondern sich im Internet über das Wahlergebnis zu informieren. Robin Reindl und Marcus Kohler werden allerdings vor Ort sein.

Deren Wahlkampf hatte in den vergangenen drei Wochen unter der Coronakrise gelitten: Hausbesuche waren nicht mehr drin, also musten sich beide etwas anderes einfallen lassen. „Ich habe zum Telefonhörer gegriffen und digitale Hausbesuche gemacht“, sagt Kohler. „Ich habe versucht, die Menschen über Social Media zu erreichen“, schildert Robin Reindl seinen Wahlkampf. Das Angebot, ihn über Whatsapp zu erreichen, sei gut angenommen worden. Auch über Videokonferenzen haben beide versucht, mit ihren potenziellen Wählern zu kommunizieren.

Sicher ist, dass der Gewählte sein Amt in einer schwierigen Zeit antreten wird. Sicher ist auch, dass es nach der Wahl unübliche Bilder geben wird: Kein Händeschütteln für Sieger und Verlierer und keine Umarmung.

Autor: