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Kindstötung

Angeklagter schweigt zur Bluttat von Vaihingen

Seit gestern muss sich ein 40-jähriger Mann wegen Totschlags an seinen vier und fünf Jahre alten Söhnen vor Gericht verantworten.

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Die von der Polizei versiegelte Wohnung in Vaihingen-Aurich. Hier wurden die beiden Jungs im Februar getötet. Archivfoto: SDMG/Dettenmeyer

Heilbronn/Vaihingen. Der Angeklagte machte am ersten Prozesstag keine Angaben zu der Tat vom 18. Februar in seinem Haus in Vaihingen-Aurich, die von seiner von ihm getrennt lebenden Ex-Partnerin entdeckt worden war. Sein Mandant könne sich an fast nichts erinnern, sagte sein Verteidiger, der zudem die Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten infrage stellte. Er habe sich selbst als Zombie beschrieben. Die Anklage wirft dem 40-Jährigen vor, dass er – unter dem Einfluss einer Überdosis eines Antidepressivums und wegen der Verzweiflung über seine Lebenssituation – seinen beiden Söhnen zunächst mit einem Backstein auf den Kopf geschlagen hat, so dass sie ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Danach stach er ihnen mit einem Messer in die Herzgegend. Beide waren binnen kurzer Zeit tot, verlas die Staatsanwältin aus der Anklageschrift, die für den Mann die Einweisung in die Psychiatrie in Aussicht stellte.

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Am ersten Prozesstag wurde als erste Zeugin die Mutter befragt. Sie wollte die Jungen nach einem längeren Besuch bei ihrem Vater abholen und machte dann die grausige Entdeckung. Zunächst habe sie aber gar nicht realisiert, was geschehen war. Sie habe lange nicht glauben können, dass ihre beiden Kinder tot seien, sagte die Mutter.