Logo

Kleinspielfeld

Anwohnern ist es zu laut

Nicht eingehaltene Öffnungszeiten, Lärm und zu laute Musik beim Kleinspielfeld – diese Problematik kam kürzlich im Gemeinderat zur Sprache. Jetzt wird verstärkt kontrolliert. Verstöße konnten allerdings nicht festgestellt werden.

350_0900_34452_27_07_2021Theiss_53.jpg
Klar geregelt: Öffnungszeiten und Platzregeln sind auf einem Schild am Kleinspielfeld notiert.
Klar geregelt: Öffnungszeiten und Platzregeln sind auf einem Schild am Kleinspielfeld notiert.

Löchgau. Der neue Schulspielplatz und das angrenzende Kleinspielfeld sind bei Kindern und Jugendlichen in Löchgau beliebte Treffpunkte. Aus Sicht einiger Anwohner kommt es dabei aber zu Problemen. In der Bürgerfragestunde des Gemeinderats meldete sich nun eine Anwohnerin zu Wort und sprach von massiven Lärmbelästigungen und Öffnungszeiten, an die sich nicht gehalten werde. Sie forderte die Gemeindeverwaltung auf, dort stärker zu kontrollieren. Das ist laut Bürgermeister Robert Feil bereits geschehen – Verstöße habe man aber nicht feststellen können.

Stück für Stück entsteht der Bildungscampus an der Jakob-Löffler-Schule. Auch der Schulhof wurde neu gestaltet und ist seitdem nicht nur Pausenhof für die Schüler, sondern auch Spielplatz für alle Löchgauer. Saniert wurde außerdem die angrenzende Sportanlage, auch sie darf mittlerweile außerhalb der Schulzeiten genutzt werden (wir berichteten).

Bei Kindern und Jugendlichen kommt das offenbar gut an – aus Sicht einiger Anwohner allerdings zu gut. Seit der Eröffnung des Spielfeldes vor einigen Wochen habe sie Protokoll geführt, berichtete eine Bürgerin im Gemeinderat. Obwohl verboten, würde mit Fahrrädern oder Inlinern auf dem Kleinspielfeld gefahren, Jugendliche würden sich dort morgens und abends bis weit über die Öffnungszeiten hinaus treffen, Musik hören und Lärm machen.

Die Nutzungszeiten hatten die Gemeinderäte festgelegt – montags bis freitags von 16 bis 20 Uhr, in den Ferien und samstags bereits ab 9.30 Uhr, sonntags von 14.30 bis 20 Uhr. Außerhalb der Öffnungszeiten ist das Kleinspielfeld allerdings nicht zugesperrt, sondern weiter zugänglich. Insbesondere über die Öffnung am Sonntag war damals im Gemeinderat diskutiert worden. Aus Rücksicht auf die Anwohner sollte darauf verzichtet werden, hatte Otto Weible (CDU) argumentiert.

Es störten nicht die Geräusche von spielenden Kindern, betonte die Löchgauerin ausdrücklich. Es gehe um das „Geschrei und die Musikgeräusche. Das ist unzumutbar für die Anwohner!“ Müsse es denn wirklich sein, dass die Anlage sieben Tage in der Woche rund um die Uhr zugänglich sei?, fragte sie und forderte, dass das Areal künftig stärker überwacht wird. Die Anwohner bräuchten Ruhepausen, man müsse mehr Rücksicht auf sie nehmen.

Bürgermeister Robert Feil zeigte Verständnis für das Anliegen und betonte, dass die Öffnungszeiten eingehalten werden müssten. Er sagte außerdem, dass den Gemeinderäten die Belange der Anwohner immer wichtig gewesen seien. Deshalb habe man die Öffnungszeiten schon kürzer festgelegt als eigentlich möglich. Da das Problem im Rathaus bereits bekannt war, habe man kürzlich außerdem den privaten Ordnungsdienst zur Kontrolle vorbeigeschickt. Eine Woche waren die Mitarbeiter täglich am Schulsportplatz unterwegs – Verstöße gegen die Schließzeiten hätten sie aber keine festgestellt. Trotzdem solle die City-Streife für einige Zeit häufiger an der Schule vorbeischauen und gegen etwaige Verstöße vorgehen.

Feil ist zuversichtlich, dass sich die Problematik schnell löst. Man habe gute Erfahrungen mit dem Ordnungsdienst gemacht, der seit einigen Jahren im Ort unterwegs ist und sich insbesondere auch um Ruhestörungen durch Jugendliche kümmert. Bei Verstößen könnten sich die Anwohner zudem jederzeit auf dem Rathaus melden.

Autor: